Bundespräsident weist Fehler bei Privatkredit zurück
13.12.2011 | 09:49 Uhr 2011-12-13T09:49:40+0100
Berlin. Bundespräsident Christian Wulff wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe das Parlament getäuscht. Eine Boulevardzeitung hatte berichtet, Wulff habe das Parlament getäuscht, indem er auf die Frage eines Abgeordneten einen Privatkredit verschwiegen habe. Wulff sagte, er habe die Frage "wahrheitsgemäß verneint."
Das Bundespräsidialamt hat ein Zeit als Ministerpräsident Niedersachsens zurückgewiesen. Der Sprecher des Bundespräsidenten erklärte am Dienstag in Berlin, Wulff habe von der Ehefrau des Geschäftsmanns Egon Geerkens ein Darlehen für den Kauf eines privaten Einfamilienhauses erhalten. Der damalige niedersächsische Regierungschef habe deshalb zu Recht auf eine entsprechende Abgeordneten-Anfrage geantwortet, dass er keine geschäftliche Beziehungen zu Herrn Geerkens habe. "Dementsprechend wurde die unmissverständliche Anfrage wahrheitsgemäß verneint", heißt es in der Erklärung.
Grünen-Politiker hatten Anfang 2010 im Landtag in Hannover die Frage nach den Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmer Egon Geerkens und dem damaligen Ministerpräsidenten Wulff gestellt. Im Januar war bekannt geworden, dass Wulff mit seiner Frau Bettina in den Weihnachtsurlaub nach Florida geflogen war, ohne den vollen Preis für das Flugticket zu zahlen. Den Urlaub verbrachten sie in einem Haus Geerkens'.
Wulff ist seit langem mit Edith Geerkens befreundet
Wulff sei seit vielen Jahren mit Edith Geerkens befreundet und habe das Darlehen zu einem Zinssatz von vier Prozent erhalten. "Im Frühjahr 2010 ist dieses Privatdarlehen durch eine Bankfinanzierung mit niedrigerem Zinssatz abgelöst worden", heißt es in der Erklärung von Wulffs Sprecher Olaf Glaeseker weiter.
Nach Angaben von Bild.de habe Wulff im Landtag erklären lassen, dass es zwischen ihm und den in der parlamentarischen Anfrage genannten Personen und Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren keine geschäftlichen Beziehungen gegeben habe. Dabei sei nicht erwähnt worden, dass Wulff 2008 einen privaten Darlehensvertrag über 500.000 Euro mit der Frau des Unternehmers geschlossen hatte. Wie das Online-Portal berichtet, habe Wulff 2010 den privaten Kredit durch ein Hypotheken-Darlehen einer Bank abgelöst. (we)

15:25
Mit seiner gegenteiligen Behauptung bezichtigt Herr Geerkens nicht nur Christian Wulf der Lüge, sondern er beschädigt damit auch das Amt des Bundespräsidenten!
Darum ist es schon sehr merkwürdig, dass die Anwälte des Bundespräsidenten nicht mit allen Mitteln und aller Deutlichkeit gegen diese Behauptungen vorgehen, statt nur irgendwelche schriftlichen Unterlagen zu veröffentlichen. Die Abgabe von wachsweichen Erklärungen ist der Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des Bundespräsidenten nicht zuträglich, zumal eine vollständige Rehabilitation zur Weiterführung des Amtes unumgänglich ist.
21:05
weg mit dem vogel
23:07
„Wenn wir ihnen alles durchgehen lassen, dürfen wir uns über Korruption auch nicht beklagen“.
Dem kann ich nur beipflichten.
Ich habe in meinem Kommentar darauf hingewiesen, dass für ein Hr. Wulff andere Maßstäbe gelten, als für einen „gewöhnlichen“ Bürger. Herrn Wulff soll eine schwerwiegende Verfehlung begangen haben, er hat sich Geld von Freunden geliehen und zu allem Überfluss darüber auch noch die Unwahrheit gesagt, was ja wohl nicht der Fall ist, sowie es sich jetzt darstellt. Wir wissen nicht wie eng die freundschaftliche Beziehung zu seiner Kreditgeberin ist. Wir kennen auch nicht die weiteren, näheren Umstände. Auch wenn ich mich jetzt wiederhole, ob unter diesen Gesichtspunkten, die Forderungen nach einem Rücktritt gerechtfertigt ist, darf doch wohl bezweifelt werden.
Sie haben es richtig kommentiert, wahrscheinlich würden uns die Politiker ausgehen wenn wir , Maßstäbe ansetzten würden, die ein Mensch, das sind Politiker ganz nebenbei auch, kaum erfüllen kann. Damit hier kein Missverständnis aufkommt, ich spreche nicht von korrupten Politikern, nicht von Politikern die unserem Land und damit uns Bürgern Schaden zufügen und auch nicht von Politikern die nicht wissen was politische Verantwortung bedeutet und für die Moral nur ein Fremdwort ist.
17:26
Herr Wulff ist doch sonst der **** wie er im Buche steht, politisch immer äußerst korrekt und immer so schön betroffen guckend. Nun kommt raus, dass seine Erklärung im Parlament zumindestens äußerst fragwürdig gewesen ist. Wenn man die Maßstäbe wie im Fall Guttenberg anlegen will, dann bleibt ihm nur der Rücktritt.
16:24
Dass es ein Unterschied ist, ob ich als Privatmensch mir von einem Bekannten Geld borge oder ob ein Politiker in einem hohen Amt sich von einem Unternehmer bzw dessen Frau eine halbe Million zu günstigen Konditionen pumpt, sollte Ihnene aber auch klar sein. Ein Bekannter, der mir Geld leiht, kann sich davon keinen beruflichen Vorteil versprechen, ein Unternehmer, der einem Politiker einen solchen Gefallen tut, schon.
Deshalb gibt es ja auch für Politker in solchen Fällen ganz andere Regeln. Und dass das Geld nicht durch den Unternehmer, sondern durch seine Frau ausgezahlt wurde, zeigt schon deutlich, dass man sich an einer gesetzlichen Regelung vorbeidrücken wollte.
Ob das ganze "Rücktritts-würdig" ist, weiß ich auch nicht. Vermutlich würden uns die Politiker ausgehen, wenn man diesen Maßstab ansetzt.
Aber diese "Das macht doch jeder"- Rechtfertigungen werden der Sache nicht gerecht. Für das Weiterbestehen unserer Demokratie ist es unerlässlich, den handelnden Politikern auf die Finger zu sehen. Wenn wir ihnen alles durchgehen lassen, dürfen wir uns über Korruption auch nicht beklagen.
16:08
Jeder Mensch handelt nach seinen Möglichkeiten. 4% Zinsbelastung ist allerdings n echtes Schnäppchen! Würd ich auch nehmen!
15:55
Oh wie ich sie liebe die Moralisten, die Selbstgerechten. Was hat Hr. Wulf getan? Was nicht jeder andere, Hand aufs Herz, auch getan hätte. Ist dadurch jemanden Schaden zugefügt worden? Natürlich muss sich auch ein Hr. Wulff darüber im Klaren sein, bzw. akzeptieren, dass für ihn andere Maßstäbe gelten, aber deshalb gleich so ein „Faß aufzumachen“, von wegen Rücktritt und so weiter, ist dann doch wohl ein wenig übertrieben. Denn zuvor müssten in diesem unserem Land erst einmal andere Herrschaften zurücktreten bzw. anderweitig ihre Konsequenzen ziehen, für die Moral und Verantwortung bis heute Fremdwörter sind.
Hallo sind sie noch recht klar ?
Wulf ist nicht Jeder er ist Bundespräsident und hat einen Vorbildfunktion, ist denn Charakter in unserer Gesellschaft nicht mehr gefragt.
15:21
Jedesmal sind bei Wulff die Anderen oder die Umstände schuld.Er hat immer eine offene Hand wenn es darum geht etwas kostenlos gibt, da hat er keine Skrupel.....er fliegt umsonst bei Air Berlin....erst als es heraus kommt zahlt er nach....er wohnt bei seinem pers. Freund Marschmeyer auf Mallorca......als die Presse davon erfährt...erzählt der Bundespräsident, ere hat bezahlt...Leute die Freunde von Marschmeyer zahlen doch nicht...wer das glaubt...glaubt auch an den Weihnachtsmann.....jetzt zahlt die Ehefrau eines Freundes ..Industrieller ....500 000€ aus ihrem Privatvermögen an Wulff...bevohr er Bundespräsindent wurde......er belügt den Landtag in Hannover...ich hatte keine geschäftliche Beziehung zu dem Industriellen.....die Privatfrau zahlt aber.......als er Präses wird...mit er einen Kredit auf und zahlt das Privatdarlehn zurück....bei den Konditionen......
Wer nimmt ihm die geschichte noch ab???? Für mich sind die Kungelleien des Wulff genung...er sollte sein Amt aufgeben......gerade habe ich noch im Fernsehn gesehen.....als er sagte""" man müßte Werte vorleben""" hahahaha...ZURÜCKTRETEN.......
15:07
Die Armut ist nicht nur bei kleinen Leuten zu finden, wo das Pumpen zum Leben gehört. Bei den Leuten die meinen was besseres zu sein, pumpen sich durch, um nur bei den oberen Schichten dabei sein zu können. Mein Gott und so ist das eben auch bei den Wulfs, die wollten wohl ganz oben mitschwimmen und haben sich mal eben 500000Euro gepumpt. Ist narürlich peinlich, dass man jetzt als Bundespräsident als Schuldenmacher hingestellt wird.
Falsch:
Schulden machen gehört zum Leben und die Tilgung ebenso, ist nicht peinlich und hat mit Armut nichts zu tun, schon gar nicht beim BP!
Wenn aber eine sachliche Aufarbeitung der trickreichen Geldwege verschleiert wird, dann darf die Presse sich um Aufklärung bemühen!
Peinlich ist mir, wie sie darüber denken ...
13:38
Und nun zum Jahresende sollen wir diesem Schönwetterredner seine Vorträge glauben und ernstnehmen? Niemals. Er muss seinen Hut nehmen und Deutschland vor Schaden bewahren.