Bundespräsident Gauck fordert flexibleren Renteneintritt

Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet im Museum für Kommunikation in Berlin eine Ausstellung über das Altern.
Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet im Museum für Kommunikation in Berlin eine Ausstellung über das Altern.
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Was wir bereits wissen
Bundespräsident Joachim Gauck fordert eine größere Durchlässigkeit auf dem Arbeitsmarkt und mehr Offenheit für Berufswechsel und Weiterbildung.

Berlin.. Bundespräsident Joachim Gauck hat flexiblere Regeln für den Ruhestand angemahnt. "In Deutschland ist die gesetzliche Rente bislang ausgerichtet, ein Ende zu definieren, keinen Übergang" sagte Gauck am Dienstag bei einer Ausstellungseröffnung in Berlin. "In anderen Ländern gibt es durchaus offenere Konzepte."

Der 75-Jährige verwies darauf, dass im Koalitionsvertrag von Union und SPD bereits rechtliche Verbesserungen zugesagt sind. "Ich fürchte allerdings, dass die Diskussion über dieses Thema allzu schleppend verläuft und der nötige Wandel der Arbeitswelt noch nicht entschlossen genug vorangetrieben wird", sagte er.

Bundespräsident Gauck: Ältere sind "nicht nur Konsumenten"

Mit Hinweis auf den demografischen Wandel und die gestiegene Lebenserwartung forderte der Bundespräsident eine "neue Lebenslaufpolitik". "Es fehlt eine ausgewogene Vorstellung davon, dass ältere Menschen nicht nur Konsumenten, sondern auch Produzenten unserer Gesellschaft sein können - und sein wollen."

Neben einem flexibleren Renteneintritt sind seiner Ansicht nach größere Durchlässigkeit auf dem Arbeitsmarkt und mehr Offenheit für Berufswechsel und Weiterbildung nötig: "Eine lange lebende muss zur lange lernenden Gesellschaft werden."

Gauck sprach zur Eröffnung der Ausstellung "Dialog mit der Zeit", die bis zum 23. August im Berliner Museum für Kommunikation zu sehen ist und sich mit den Fragen der alternden Gesellschaft auseinandersetzt. (dpa)