Bundespräsident Christian Wulff gerät in Misskredit
13.12.2011 | 18:33 Uhr 2011-12-13T18:33:00+0100
Berlin. Parlamentarier in Niedersachsen fühlen sich von Bundespräsident Christian Wulff wegen eines Immobilien-Darlehens hinters Licht geführt: Im Landtag in Hannover hatte der damalige Ministerpräsident geschäftliche Beziehungen zu Egon Geerkens abgestritten - sich aber von dessen Frau 500.000 Euro geliehen.
Bundespräsident Christian Wulff gerät wegen eines früheren 500.000-Euro-Kredits für sein Privathaus unter Druck. Oppositionspolitiker im niedersächsischen Landtag werfen ihm vor, als Ministerpräsident das Parlament „getäuscht“ oder „an der Wahrheit vorbei informiert“ zu haben. Hat das heutige Staatsoberhaupt früher „in einer Grauzone agiert“, wenn es um Hilfen von Freunden ging, wie die SPD mutmaßt? Wulff ließ gestern – noch von einem Staatsbesuch in Kuwait aus – alle Vorwürfe zurückweisen, doch ihm steht eine heikle Debatte bevor.
Im Weihnachtsurlaub 2009 war das Ehepaar Wulff in die Villa des niedersächsischen Unternehmers Egon Geerkens nach Florida gereist. Aus Gefälligkeit stuft die Fluggesellschaft Air Berlin die Wulffs ohne Aufpreis in die Business-Class hoch, ein Vorteil von gut 3000 Euro. Als die Sache rauskommt, räumt Wulff im Landtag nach kurzem Abwiegeln einen Verstoß gegen das niedersächsische Ministergesetz ein. Er zahlt das Geld zurück.
Geschäftliche Beziehungen ?
Die Opposition fasst nach und will von Wulff wissen, ob er geschäftliche Beziehungen zu Geerkens oder Air-Berlin-Chef Joachim Hunold unterhalte. Das lässt Wulff im Parlament offiziell verneinen: Es habe „in den letzten zehn Jahren keine geschäftlichen Beziehungen gegeben“.
Die Antwort könnte sich jetzt als nächster Fehltritt erweisen. Denn eine vertragliche Beziehung gab es sehr wohl, wenn formal auch nur zu Geerkens Ehefrau: Die hatte dem Ministerpräsidenten und seiner Frau Bettina 500.000 Euro geliehen, vor allem für den Kauf eines Hauses in Burgwedel in Hannover. Der Zinssatz von vier Prozent war ein Entgegenkommen, marktüblich waren nach Angaben des Bankenverbands rund fünf Prozent. Damit sparten die Wulffs rund 5000 Euro im Jahr. Ein Freundschaftsdienst: Wulff kennt die Geerkens seit Jahrzehnten, der Juwelier war schon Skatbruder von Wulffs Stiefvater.
Opposition ist empört
Doch im Landtag ist davon, vor allem vom Kredit, nicht die Rede. Erst als die Bild-Zeitung Wulff gestern einen Täuschungsversuch vorwarf, räumte sein Sprecher ein, es habe damals einen Privatkredit gegeben. Die Parlamentsanfrage sei aber „korrekt beantwortet“ worden – denn es sei ja nach geschäftlichen Beziehungen zu Geerkens gefragt worden, das Darlehen aber habe dessen Ehefrau aus Privatvermögen gegeben.
Die Opposition ist empört. Eine Lüge wirft dem Bundespräsidenten zwar niemand vor, aber: „Ich fühle mich im nachhinein getäuscht“, erklärt der niedersächsische Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel. Und im Bundestag sagt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann: „Wulff hat nicht die ganze Wahrheit gesagt“, er müsse jetzt alle Fragen aufklären. Es scheint, als sei Wulff die Sache auch seltsam vorgekommen: Wenige Wochen nach der Anfrage löste er das bis 2013 laufende Darlehen ab. Wulff ahnt wohl, dass es noch ein Problem gibt: Er hat als Ministerpräsident Geerkens dreimal auf Auslandsreisen mitgenommen, obwohl sich der Osnabrücker Juwelier und Antiquitätenhändler 2003 zum Ruhestand in die Schweiz zurückgezogen hatte. Geerkens betonte gestern, er habe die Reisen selbst bezahlt.
Aber da ist nicht nur die Sache mit dem Florida-Flug. Wenige Wochen nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten bekam Wulff auch Ärger, weil er mit seiner Familie auf dem Anwesen des umstrittenen Finanzunternehmers Carsten Maschmeyer auf Mallorca Urlaub machte.

11:43
In Brüssel gibt es noch ein paar freie Stellen!!!
15:23
Ich habe gerade im Stern gelesen, dass die Bankkontakte zur Ablösung des Privatkredites bei BW durch das Ehepaar G. getätig wurden, da das Ehepaar G. geschäftlich mit dieser Bank verbunden ist.....LEUTE...SONST NOCH FRAGEN!!!!!!
Die ganze Sache stinkt zum Himmel...wir die Leute und der Landtag in Niedersachsen sollte hinters Licht geführt werden......das liebe Ehepaar hat auch die Bank Vermittel die Wulff die 1/2 Million Euro gab.......Jetzt ist nur noch der Rücktritt drin......der Wulff ist jetzt erst recht nicht mehr glaubwürdig...hier wurde von beiden Ehepaaren getrickst, damit die blöde Bevölkerung nach der Frage der Grünen im Landtag nicht mereken....Die Hausbank der G. gibt dann den Kredit......wie Verlogen ist das denn!!!!!!!!
12:58
Er der Moralapostel schlechthin.......jewdem erzählt er was von Moral, Vorbild und wertevorstellungen und er nimmt alles mit was umsonst ist....Mein Opa sagte schon""" das ist einer vom Staate nimmt""" und jetzt kein Arsxxx in der Hose um die Wahrheit zu sagen und mit dem Freund Rösler den Rücktritt einzureichen....
Der Ehgemann der Kreditnehmerin war mehrmals mit auf Auslandsreisen des BP...als Rentner...warum?????
Zurücktreten wird Wulff auch nicht...er benötigt die sichere Einahmequelle von uns Steuerzahler um seinen jetzt offiziellen Kredit abzuzahlen....wie man sieht zahlen wir wieder die Steuerzahler...wie blöd sind wir eigentlich........wir lassen uns immer melken......
10:51
Leben und leben lassen.
Auch ein Bundespräsident hat ein Recht auf Privat.
Eine Einladung unter Freunden ist privat.
Ein Kredit zu etwas besseren Konditionen ist privat.
Sonst müssten wir Amt und Würdenträger steril im Weltall halten.
Sopziale Kontakte sind auch für Präsidenten wichtig, was nicht heißt das Air Berlin dzugehört.
09:54
Wer sich mal eben eine halbe Million Euro leiht, hat doch die Bodenhaftung verloren. Sein Rückhalt in der Bevölkerung ist wie ein Schneeball in der Mikrowelle zusammengeschmolzen. Seine Trickserei vor dem Parlament hat ein Geschmäckle. Da sind andere schon wegen wesentlich geringfügiger Verfehlungen zurückgetreten. Herr Wulff nehemn Sie Ihren Hut und machen Platz für Herrn Gauck!
09:10
Mein Gott, Sie sind ja ein absolut denkbefreiter obrigkeitsgläubiger Mensch...
Nö, ich gehe nur juristisch und gesetzesgetreu an die Sache heran - und nicht gefühlsmäßig...
09:02
Weg mit dieser Figur.
Der Mann gehört aus dem Amt gejagt, dann hat er auch Zeit sich mit seinen halbseidenen Freunden und Freundinnen in Florida und auf den Barlearen zu verlustieren, und er braucht danach auch nicht mehr so zu tun als hätte er die Vergünstigungen bezahlt.
Der Mann ist eine Schande für unser Land und ein leuchtendes Beispiel der politischen Kultur.
08:56
Freunde zu haben, ist das eine Schande bei uns in der CSU?
Max Streibl, MP von Bayern.
Die Amigo- Affäre war geboren. Streibl musste seinen Hut nehmen.
"Cleverle" Lothar Späth, MP von B W wollte auch billig reisen.
Die "Traumschiff- Affäre" war geboren. "Cleverle" musste ebenfalls seinen Hut nehmen.
Was nun Herr Wulff?
08:55
"Bundespräsident Christian Wulff gerät in Misskredit" Ja, die 500.000 Euro waren eben ein Misskredit.
08:50
Auch ein Bundespräsident von Merkels Gnaden ist nur ein Mensch.