Bundespolizei fordert Ausbau der Videoüberwachung
27.01.2009 | 17:26 Uhr 2009-01-27T17:26:00+0100
Berlin. Zum Schutz vor Terrorangriffen auf die Bahn hat sich die Bundespolizei für eine Ausweitung der Videoüberwachung ausgesprochen. Deutschland sei nach wie vor bedroht, sagte Bundespolizei-Präsident Matthias Seeger in einem Zeitungsinterview.
Um Deutschland besser vor Terrorangriffen zu schützen, fordert die Bundespolizei eine Ausweitung der Videoüberwachung. "Die Bedrohung für Deutschland ist unverändert hoch. Das gilt insbesondere für sogenannte Soft Targets, weiche Ziele, wie die Bahn", sagte der Präsident der Sicherheitsbehörde, Matthias Seeger, der Tageszeitung "Die Welt".
Gewalt in Zügen nimmt zu
Gegen Anschlagsversuche wie die der Kofferbomber von Köln, deren Sprengsätze am 31. Juli 2006 nur wegen eines glücklichen Zufalls nicht explodiert waren, könne die Polizei nur mit einer "hohen Streifendichte" und einer "Ausweitung der technischen Überwachungsmittel" vorgehen. Man sei derzeit dabei, die Videoüberwachung auf Großbahnhöfen auszubauen. In den Zügen, insbesondere im Fernverkehr sei man aber noch nicht so weit, sagte der Präsident der mit 41.000 Mitarbeitern größten deutschen Sicherheitsbehörde.
Außerdem bereite der Bahnpolizei die Zunahme der Gewalt in den Zügen Sorge. "Die Gewaltbereitschaft ist auf breiter Ebene, in vielen Bereichen der Gesellschaft gestiegen", sagte Seeger. Die Bundespolizei bekomme das besonders an den Fußball-Wochenenden zu spüren. "Gerade bei dieser Klientel ist die wachsende Brutalität signifikant. Es gibt sehr viele Fußballvereine bis hinab in die fünfte Liga, die uns große Probleme bereiten", erklärte der Präsident. (AP)

08:56
Exakt richtig so. Nicht nur wegen einer möglichen Terrorgefahr. Auch, weil immer mehr unsoziale Gestalten eine Gefahr besonders für alte Menschen und jugendliche Kinder darstellen. Bitte weiter so. Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, braucht sich auch vor ein paar Kameras nicht zu fürchten.