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Bürger sollen mehr Geld für Pflege sparen Laumann fordert Kapitalstock

24.04.2007 | 15:14 Uhr

Düsseldorf. Die Bürger müssen nach Angaben von NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) künftig mit höheren Ausgaben für die Pflegeversicherung rechnen.

"Dieses Geld muss dann zurückgelegt werden, damit auch die heute 50- bis 60jährigen zukünftig gut gepflegt werden können", sagte Laumann im Interview unserer Zeitung.

Angesichts der stark steigenden Zahl der Pflegebedürftigen schlug Laumann vor, "einen vor der Politik geschützten Kapitalstock in der Pflegeversicherung anzusparen". Dabei sei es für ihn keine Glaubensfrage, ob die Mehrkosten über eine pauschale Prämie oder den Beitrag finanziert würden. "Wichtig ist mir nur, dass dieser Kapitalstock vor dem Zugriff der Politik geschützt ist. Denn wenn auf irgendeinem Konto einer Sozialversicherung Geld liegt, weckt dies schnell Begehrlichkeiten, das Land mit gut gemeinten Wohltaten zu segnen", warnte Laumann.

Der NRW-Sozialminister forderte ein schnelles Handeln der Politik auf die demografische Entwicklung. Andernfalls drohe den jungen Menschen eine Beitragsexplosion. Die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW steigt bis 2020 von 460 000 auf 650 000 Menschen. 2050 werden bereits eine Million NRW-Bürger pflegebedürftig sein.

"Wir dürfen die jetzt jungen Menschen nicht mit hohen Staatsschulden, einer teilweise schlechten Infrastruktur und zusätzlich sehr hohen demografischen Lasten allein lassen", sagte Laumann. "Wir werden heute etwas mehr einzahlen müssen".

Interview siehe Journal

Von Wilfried Goebels

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