Brüsseler Krisentreffen blieb ohne Ergebnis

Brüssel/Berlin..  Bei den Verhandlungen zur Abwendung der griechischen Staatspleite konnten die Differenzen zwischen Athen und den Kreditgebern am Mittwoch nicht ausgeräumt werden. Die Euro-Finanzminister brachen ihr Treffen am Abend ab und vertagten sich auf den heutigen Donnerstag.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wollte im Laufe der Nacht weiter mit den Gläubiger-Institutionen nach einer Einigung suchen. Das war zuvor in stundenlangen Gesprächen mit den Chefs der drei Institutionen Mario Draghi (Europäische Zentralbank), Christine Lagarde (Internationaler Währungsfonds) und Jean-Claude Juncker (EU-Kommission) nicht gelungen. Damit hatten auch die Finanzminister nicht die erhoffte Entscheidungsgrundlage. Mehrere Teilnehmer hatten sich schon vor der Zusammenkunft skeptisch gezeigt. „Der Stand der Vorbereitungen ist nicht so, dass wir heute ein Ergebnis erzielen können“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Nach dem Brüsseler Fahrplan sollten die Minister prüfen, ob ein hinreichend genauer und glaubwürdiger griechischer Reform-Plan vorliegt, damit im Gegenzug noch vor Monatsende die dringend benötigten 7,2 Milliarden Euro ausstehender Kredite freigegeben werden können.