Broder kritisiert "alberne Vorschläge" der Zentralrats-Präsidentin
22.10.2009 | 16:08 Uhr 2009-10-22T16:08:00+0200Berlin. Henryk M. Broder möchte neuer Präsident des Zentralrats der Juden werden - und teilt verbal gegen die Amtsinhaberin aus: "Charlotte Knobloch ist ihrem Amt nicht ganz gewachsen", sagte der Publizist am Donnerstag. Ein anderes Präsidiumsmitglied erteilt Broders Ambitionen dagegen eine Absage.
Der Anwärter auf den Vorsitz des Zentralrats der Juden, Hendryk M. Broder, hat scharfe Kritik an der jetzigen Amtsinhaberin geübt. «Es gibt sehr viele Symptome dafür, dass Charlotte Knobloch dem Amt nicht ganz gewachsen ist», sagte Broder am Donnerstag im NDR. «Sie reagiert entweder gar nicht oder zu spät oder sie macht alberne Vorschläge, die sie nach ein paar Tagen zurücknimmt.» Generell sei der Zentralrat «vollkommen auf die Vergangenheit fixiert», kritisierte der Publizist weiter. «Es wird über Gedenkstätten verhandelt, über Holocaust-Mahnmale. Er hat zur Gegenwart wenig zu sagen und zur Zukunft eigentlich gar nichts.»
Knobloch habe mehrfach mit «Petitessen am Rande» auf sich aufmerksam gemacht, «die zusammen eine ganz schlechte Repräsentanz der Juden in Deutschland ergeben», sagte Broder weiter. Als ein Beispiel nannte er ihr Fernbleiben von einer Gedenkfeier im Bundestag mit der Begründung, sie sei nicht richtig eingeladen gewesen. Dem Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, warf der Publizist vor: «Er spricht für die Juden und er blamiert die Juden im Lande.» Broder verwies dabei auf Kramers Hitler-Vergleich im Zusammenhang mit der Ausländer-Kritik von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin.
Vizepräsident gibt Broder keine Chance
Der aus einer polnisch-jüdischen Familie stammende Broder bekräftigte zugleich, er wolle sich im kommenden Jahr für die Nachfolge Knoblochs bewerben, auch wenn die Erfolgsaussichten vielleicht nicht sehr groß seien. Der 63-Jährige hatte seine Kandidatur im "Tagesspiegel" angekündigt.
Unterdessen hat sich der Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann, gegen eine Kandidatur Broders ausgesprochen. Graumann nannte das Ansinnen Broders am Donnerstag zwar "legitim", bezeichnete aber dessen Kritik an der amtierenden Präsidentin Charlotte Knobloch und Generalsekretär Stephan Kramer als "sehr ungerecht, ungehörig und falsch".
Zwar habe Broder "jede Chance, gehört zu werden, aber er hat praktisch keine Chance, gewählt zu werden". Er sei ein "brillanter Polemiker, aber für den Posten des Zentralrats wäre er eine grandiose Fehlbesetzung". Möglicherweise wolle er mit seinem Artikel "einige wachrütteln, aber mehr wird daraus nicht werden". Die Kritik werde in den Strukturen des Zentralrats oder beim Personal nichts bewirken, sagte Graumann voraus. (afp/ap)

01:07
Ich verrrate mal ein Geheimnis: Übermorgen ziehe ich meine Kandidatur zurück ..!
20:53
Wer braucht den undemokratischen Zentralrat?
Keiner, aber die wollen unsere Steuern?
20:02
Dem Zentralrat muss man jegliche staatliche finanzielle Unterstützung gestrichen werden. Die Tätigkeit des Zentralrates ist bei vielen Juden abstoßend.
Hier ist eine Umfrage „Wie schätzen Sie die Tätigkeit des Zentralrats der Juden ein“:
http://www.freie-juedische-meinung.de/de/component/poll/15-taetigkeit-der-zentralrates-der-juden
Wahres Gesicht des Zentralrates:
http://www.freie-juedische-meinung.de/de/ueber-deutsches-judentum/127-zentralrat-der-juden-in-deutschland-und-menschenrechtverletzung
18:56
Das ist aber nicht Dieter Graumann auf Ihrem Foto!
17:36
Oha, ich würde mit ihm sogar ein paar lecker Pilsken sicherstellen.
17:11
Irgendwie mag ich den Herrn Broder, aber als Nachbarn möchte ich ihn zum Beispiel nicht haben.
16:04
Der ZdJ macht einen ziemlich abgewirtschafteten Eindruck. Die Äußerungen vom Kramer lösen nur noch Entsetzen und Kopfschütteln aus.
Den Verein sollten andere sanieren. Broder sollte weiterhin seine genialen Artikel für den Spiegel schreiben, neue Bücher herausbringen. In dieser Rolle ist er für Deutschland unverzichtbar.
15:35
Der Zentralrat ist das was Deutschland nicht braucht.
15:33
Ähnlich wie die USA in Pakistan/Afghanistan/Irak durch Angriffe auf Zivilisten für Talibannachwuchs sorgen, wird der militante Herr Broder für eine größere Zahl an Antisemiten sorgen.
15:22
Wieder mal ein selbstgerechter, egozentrischer, mediengeiler Selbstdarsteller, der sich selbst für einen Posten vorschlägt. Meiner Meinung nach zu viel selbst für einen Posten, welcher alle jüdischen Menschen in Deutschland repräsentieren sollte. Herr Broder: einfach mal weniger schwafeln, dafür mehr tun!