Braunes Machtstreben - Dortmund muss sich wehren

"Die Rechte" in Dortmund gilt als Sammelbecken für verbotene Nazi-Kameradschaften. Die Bundesregierung zieht ein Verbot in Erwägung.
"Die Rechte" in Dortmund gilt als Sammelbecken für verbotene Nazi-Kameradschaften. Die Bundesregierung zieht ein Verbot in Erwägung.
Foto: Volker Hartmann
Was wir bereits wissen
Wer über die rechte Szene berichtet, wird bedroht. Neonazis versuchen, Journalisten einzuschüchtern. Dortmund muss sich wehren. Ein Kommentar.

Mitte Januar lief der "Tatort" aus Dortmund, Ermittlungen in der Neonazi-Szene: Spannend war das, erschreckend, bedrückend.

Unsere Recherchen vor Ort zeigten, dass der TV-Krimi die Wirklichkeit nicht überspitzte, im Gegenteil: Dort haben sie ein gewaltiges Problem mit den Rechten, Dortmund ist westdeutsche Hochburg der Neonazis, die sich eingerichtet haben in der Stadt und sie nicht mehr hergeben wollen.

Deutlicher als mit den jüngsten Morddrohungen gegen Journalisten hätten sie diesen Anspruch kaum unterstreichen können.

Massiver Angriff auf die Pressefreiheit

Jetzt ermitteln Staatsschutz und Staatsanwaltschaft, wer die Täter sind, die die makabren Todesanzeigen ins Internet stellten.

Die Verantwortlichen zu fassen, sie zu bestrafen wird schwer, weil sie wissen, wie Spuren unsichtbar werden. Was bleibt, sind Journalisten in Angst und ein massiver Angriff auf die Pressefreiheit.

Dortmund muss sich wehren, und zwar mehr denn je.