Bochum schafft verkaufsoffene Sonntage ab
02.02.2012 | 19:29 Uhr 2012-02-02T19:29:00+0100
Bochum. Es ist eine kleine Sensation: Der Stadtrat Bochum hat entschieden, dass es in 2012 keine verkaufsoffenen Sonntage in der Stadt geben wird. Die Bochumer Einzelhändler sind entsetzt: "Die Entscheidung ist fatal für uns", kommentierte der Verbandschef. In anderen Ruhrgebietsstädten ist die Freude groß.
Als erste Stadt im Ruhrgebiet hat Bochum alle verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr gestrichen. Einen entsprechenden Beschluss fasste gestern der Stadtrat. Die Fraktionen hatten die Abstimmung freigegeben.
Der Einzelhandelsverband hatte bis zu drei Verkaufssonntage pro Stadtteil beantragt, insgesamt 13 zwischen März und Weihnachtsmarkt-Zeit. Entsprechend fiel die Reaktion aus: „Erschütternd. In allen Nachbarstädten gibt es Verkaufssonntage. Somit ist die Entscheidung fatal für den Bochumer Handel“, so Stefan Lenk vom Vorstand des Verbandes. In allen Nachbarstädten dürfe sonntags verkauft werden. „Ich bekam soeben zwei Anrufe von Essener Kollegen, die sich bedankten, dass Bochum ihnen die Kunden zutreibt.“
Die Landesregierung prüft derzeit eine neue Regelung der Ladenöffnungszeiten. Dabei soll vor allem die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage eingeschränkt werden. Mit diesem Bochumer Ergebnis hatten selbst die Gegner der Sonntagsöffnung im Rat nicht gerechnet. Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz ließ bei der Abstimmung über den Antrag des Einzelhandelsverbandes auch zweimal abstimmen, um sich zu vergewissern.

10:18
Ein Schritt in die richtige Richtung! Hoffentlich ziehen noch andere Städte nach - wenn auch erst im nächsten Jahr - und schaffen auch ihre verkaufsoffenen Sonntage ab. Außerdem kann man ja auch noch auf das geplante Gesetz des Landes NRW hoffen.
12:57
Ist doch egal! fahr ich halt woanders hin, wenn ich denn meine, am Sonntag shoppen zu müssen. Aber, wenn die meinen, sie handeln im Interesse des Personals, Pustekuchen. Den Umsatz macht man dann in Dortmund , Essen oder in Hagen. Und Bochumer Verkaeuferinnen haben am Sonntag frei, juhu, und bald sind sie arbeitslos, weil die Umsätze werden anderswo gemacht. Herzlichen Glückwunsch, Stadt Bochum, sieben Tage die Woche frei!
12:54
Handel ist wandel, aber vielleicht sind wir die letzte Jahre etwas zuviel gewandelt. Sehr mutig von Bochum, vielleicht einen Signal an alle andere Städte. Für wen ist einen verkaufsoffene Sonntag lebensnotwendig? Genau, kein Mensch braucht es. Heute kann man von Montag bis Samstag von 6.00 bis 24.00 Uhr einkaufen, das müsste reichen.
12:09
Komischerweise merkt man immer wieder, das es gerade die "U40er" sind, die meinen anderen vorschreiben zu können wann im Einzelhandel gefälligst gearbeitet werden soll.
Also gerade die Generation, die ins gemachte Nest hineingeboren wurde, von Vorschriften nichts hält (ausser sie machen sie selber) und neben Motzen nichts gelernt hat !
11:37
Krankenhäuser werden auch überschätzt. Züge und Busse können durch Fahrräder ersetzt werden.
Kein Wunder, dass Bochum bei Unternehmenspleiten immer ganz vorne dabei ist.
Mein Mitleid mit den Bochumer hält sich in Grenzen.
11:03
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06:56
Um die "Konkurrenz" anderer Städte auszuschliessen, sollte man eine bundesweite Regelung anstreben, die verkaufsoffene Sonntag generell verbietet !
22:13
...und vor allem auch das Personal der WAZ-Gruppe.
Warum müssen eigentlich am Sonntag noch irgendwelche Kommentatoren mit Langeweile hier vollkommen überflüssigen Blödsinn schreiben und das Personal am wohlverdienten freien Sonntag hindern?
Reicht es nicht die Zeitung erst am Dienstag zu lesen?
19:56
...und das Personal von Restaurants, Gaststätten, Kinos, Theater, Discos, Musik- und Sportveranstaltungen, Fensehen, Radio, usw. usw., alles was nicht lebensnotwendig ist, gleich mit. Warum sollte es denen schlechter gehen wie dem Personal im Handel?
Der Sonntag gehört schließlich der Familie. Gleiches Recht für alle...
19:17
Sorry ich muss mich festhalten,sonst falle ich vom Stuhl!
Mit welchen Argumenten die Leute an verkaufsoffenen Sonntagen in die Stadt gehen!!! Tzzz erbärmliche Gründe!
@Valbino besorgen Sie sich mal einen neuen Arbeitgeber.Klingt ja tragisch.
Sie haben nur ein Auto....sowas aber auch....und dann muss ihr Mann an Wochenenden oft arbeiten.....och....wie traurig....*IRONIE AUS*
Jetzt sage ich Ihnen mal was, mir tuen die armen Verkäufer/innen sehr leid.Wenn Ihnen der Sonntag kaputt gemacvht wird.Nur weil die Masse den Hals nicht voll bekommt! Wie es hier schon einige geschrieben haben-Vollbeschäftigung,ein richtiges Signal.Weg von den vielen 400 Euro Kräften (Keine gelernten Verkäufer/innen,sondern Studis und Co).
Es ist einfach nur lächerlich,fahren Sie mal nach Essen! Viel Spass!!!!
Sonntag ist Sonntag-diese perversen Auswucherungen müssen aufhören!!