„Blitzer“ sichern Städten Millionen

Düsseldorf..  Das „Blitzen“ von Rasern ist für Land und Kommunen zum lohnenden Millionen-Geschäft geworden. Zum Auftakt des europaweiten „Blitzer-Marathons“ am heutigen Donnerstag (Start 6 Uhr, Dauer 24 Stunden) äußerte Harald Schledorn vom Bund der Steuerzahler NRW gegenüber der WR den Verdacht, dass „in großem Maße abgezockt wird“. Nach dem Motto „blitzschnell reich“ nehmen Land und Kommunen immer mehr Geld durch Starenkästen und Knöllchen ein. Der Steuerzahlerbund bezeichnete den Blitzer-Marathon als „unnötige Klamaukveranstaltung“.

Nach Angaben des NRW-Innenministeriums kassierte die Landeskasse 2014 durch Verwarngelder von Rasern rund 40 Millionen Euro. Weil die Polizei seit 2011 deutlich mehr Kontrollen durchführt, wurden in NRW 2,5 Millionen Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt – mit steigender Tendenz. Neben der Polizei messen und kassieren auch Kommunen. So hat Dortmund 2014 zehn Millionen Euro durch Blitzer und Knöllchen (falsches Parken, fehlende Umweltplakette) eingenommen. In Hagen lagen die Einnahmen 2014 bei 4,5 Millionen Euro.