Blatter-Rücktritt ist nicht das Ende des Skandals

Im Fußball ist selbst das schlimmste Spiel mit dem Abpfiff vorbei. Sepp Blatter hat mit seinem völlig überraschenden Rücktritt den Skandal um den Fußball-Weltverband jedoch nicht beendet.

Vielmehr dürfte sich dieser noch ausweiten. Wer sich – wie der langjährige Fifa-Präsident – an seinen Job geklammert hat wie ein Ertrinkender an den Rettungsring, der hört nicht über Nacht aus noblen Gründen auf, um den Weg für eine saubere Zukunft freizumachen. Er legt stattdessen die Vermutung nahe, neue Enthüllungen, die nun auch ihn persönlich betreffen, hätten ihm keine Wahl mehr gelassen.

So oder so: Für den Fußball war gestern ein guter Tag. Allerdings nur, wenn daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden. Wie Fußballer zu sagen pflegen: Die Hoffnung stirbt zuletzt.