Blasser Kandidat, falsche Themen - NRW-CDU ergründet Wahldebakel
02.09.2012 | 19:44 Uhr 2012-09-02T19:44:00+0200
Duisburg. Die NRW-CDU hat mit Hilfe von Politikwissenschaftlern nach Gründen für ihre Niederlage bei der Landtagswahl gesucht: Der falsche Kandidat, die falschen Themen, zu wenig Emotionen. Doch mit Norbert Röttgen und Oliver Wittke fehlten die entscheidenden Leute.
Vier Stunden Zeit nimmt sich die NRW-CDU für die Abrechnung mit der verkorksten Landtagswahl. Dann steht das Urteil der 100 Christdemokraten im Duisburger Luxushotel fest: Ein bürgerferner Kandidat, ein emotionsloser Wahlkampf und der Mangel an mitreißenden Themen waren Auslöser des Desasters.
Die „Väter des Debakels“, der ehemalige Landeschef Norbert Röttgen und der damalige Generalsekretär Oliver Wittke, sind dem Scherbengericht fern geblieben. In 50 Wortmeldungen wird das mit 26,3 Prozent historisch schlechteste CDU-Ergebnis in NRW seziert. Forsa-Chef Manfred Güllner sieht die Ursache nicht allein im blassen Kandidaten. Die Gretchenfrage reicht weiter: „Wofür steht die CDU?“ Güllner warnt die Union eindringlich, sich zu stark auf „grüne oder konservative Themen zu stürzen“.
Die NRW-CDU will näher an die Basis
CDU-Landeschef Armin Laschet nutzt die Debatte als „Tag des Zuhörens“, um daraus für die kommenden Wahlkämpfe zu lernen. Die CDU will näher ran an die Basis.
Eine Studie der Universität Duisburg-Essen zeigt die Mängel der Kampagne brutal auf: Die CDU-Kommunalpolitiker beklagen die schlechte Kommunikation mit der Landespartei. Den Röttgen- Slogan „Politik aus den Augen der Kinder“ hätten die Bürger nicht verstanden. Zwar hielten 71 Prozent der CDU-Kommunalos das Thema Schulden für richtig: Aber 92 Prozent vermissten von Röttgen konkrete Sparvorschläge, zum Beispiel eine Wiedereinführung der Studiengebühren.
CDU „von unten nach oben aufbauen“
Laschet und sein neuer General Bodo Löttgen wollen die CDU wieder „von unten nach oben aufbauen“. Die Union soll aktiver sein in Vereinen, Verbänden und Initiativen. In der Debatte beklagen CDU-ler, dass die Führung oft zu stark über den Kopf auf den Bauch gezielt habe. Die Lösung: Griffige Botschaften, gut verankerte Kandidaten. Politikforscher Gerd Langguth rät, die Flügel in der Volkspartei CDU wieder stärker ins Bild zu rücken, um die Lebenswelt der Bürger besser aufzunehmen.
Am 19./20. Oktober will die NRW-CDU alle Mandatsträger auf einer Klausur in Meschede zum politischen Neuanfang motivieren. Ein Reformkongress am 17. November soll weitere Defizite abbauen. Bereits im September will Laschet auf einer „Wirtschafts- und Industrietour“ bei den Unternehmen Boden gut machen. Hier hatten Langguth und Güllner Mängel ausgemacht.
Röttgen bringt sich derweil als Kandidat für einen Platz im CDU-Bundesvorstand ins Gespräch. Die Chancen, dass ihn der eigene Landesverband unterstützt, sind nicht gut. Viele in der NRW-CDU verstehen ihren früheren Chef nicht mehr. Es wird einsam um Röttgen.

20:51
Röttgen wurde als Kanzlerkandidat " gehandelt " und als Umweltminister ohne Tadel und Laschet kann der ehrenwerten Kanzlerin in keinster Weise gefährlich werden, so einfah ist die Sachlage !
Madame hat sehr, sehr viel von ihrem Ziehvater gelernt, wenn sie politisch auch eine Niete ist !
10:10
Ich bin gestern fast aus dem Sessel gefallen, als in den Nachrichten des WDR kam..." Die CDU NRW hier durch Laschet... hat bei dieser Tagung beschlossen Röttgen bei der Kandidatur in den Bundesvorstand als Merkels Vize zu unterstützen.
Was soll das"" Alter Wein in neuen Schläuchen"" Soll"" Die"" noch einer ernst nehmen"????
Er ist zu 95 % Schuld nach eigenen Aussage am Wahldebakel und jetzt...Wie ich gestern schon geschrieben habe..."" Die ganze Alte und involvirte Meschpoke muß weg. Die machen genauso weiter. Die CDUler die daran teilgenommen haben, wenn sie den ehrlich sind, müssen sich doch verkackteiert vorkommen...oder sie haben nicht den Mut aufzustehen und ihre Wut zu äußern oder sie sind alle Mittäter....
01:44
So scheint man politisch bei einer verlorenen Wahl zu reagieren !
Seltsam, einige Tage vor der Wahl lobte Merkel N. Röttgen in den höchsten Tönen, sein Engagement, Themen und Emotionen bei Wahlauftritten.
Röttgen war Merkels Kontrahent und nach der Wahlniederlage war Vorbild ihr Ziehvater und er wurde entfernt wie ein lästiges Ungeziefer und das positiv Vollbrachte der Vergangenheit radikal ausgelöscht.
18:06
Es gab eben einfach keinen Grund, CDU zu wählen.
Außer, dass man vielleicht Frau Kraft wieder loswerden wolte.
Aber niemand kann ernsthaft sagen, was in NRW jetzt besser wäre, wenn es wieder schwarz-gelb regiert würde.
Ich meine, wenn die CDU da iregendeine Idee gehabt hätte, hätte sie die vor der Wahl ja kaum verschwiegen.....
17:47
Die CDU hat sich ihr Schicksal genauso verdient, wie der Wähler die CDU.
17:24
# 6 Die Neuwahlen haben erzwungen 1. die FDP in Ermangelung von Kenntnissen der Gemeindeordnung und der Geschäftsordnung des LT. und die CDU ist dann sofort darauf eingestiegen..jeder kann heute noch die bilder sehen, als röttgen extra aus Berlin eingeflogen wurde und keine 5 Minuten später das neue Wahlplakat im Beisein von Röttgen, laumann und Wittke den Medienvertreter auf einem LKW gezeigt wurde..Wie ist der Wahlspruch" Hochmut kommt vor dem Fall.." Alle in der CDU haben Hosianna gerufen und sind hinter Röttgen hergedackelt was das Zeug hält. . auch Laschet und Co. .Und heute geben sie sich so als hätten sie nicht mitgemacht. Sie schreien heute " kreuzig ihn"...die, die heute wieder am Ruder sind, sind genauso falsch wie die Letzten. Keiner hat jetzt in der CDU den Mumm um aufzustehen und zusagen"" Hey leute ..nicht mit euch"" Neue Leute müssen ran. Laschet ist doch genauso ein Schleimer, Speichellecker und Egomane wie seine zwei Vorgänger.
Er wollte immer der Erste sein Hosianna.
13:39
Schuld ist die CDU selber, wer so eine Kanzlerin hat braucht keine Feinde, immer gegen alles und jeden, das ist die CDU.
08:20
die hat im Gegenteil alles versucht die zu vermeiden. Die anderen Parteien jammerten ja schon am ersten Tag der vorhergehenden Wahl nach einer Neuwahl.
Übergangsmandate, da ist eigentlich die CDU sonst die treibende Kraft die zu behalten - selbst wenn das Verfassungsgericht das als verfassungsfeindlich einstuft.
07:07
Wozu dieser Artikel? Bei gerade mal 50% Wahlbeteiligung ist doch offensichtlich, dass alle Parteien mehr als flüssig sind und nur noch zu einer teuren Volksbelustigung dienen. Ob Röttgen, Wittke (Verkehrsrowdy) oder Kraft (und Entourage) wollen sich unsere Politikschmarotzer ihre Pfründen und Privilegien nicht wegnehmen lassen und werden bei jeder anstehenden Wahl versuchen, uns weiter zu veralbern. Oder gehen H. Röttgen bzw. H. Wittke heute einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach?
01:56
Röttgen wurde in Ermangelung chancenreicher landeseigener Christdemokraten in einen Wahlkampf geschickt, der verloren war, bevor er begonnen hat.
NIEMAND hätte Frau Kraft stoppen können. Sie hatte zwar zwei für Steuerzahler sehr teure Jahre auf dem Kerbholz, aber mit der Tatsache aus NRW zu stammen, eine feste Bank.
Ihre gekonnte Selbstinszenierung als volksnahe Landesmutter hätte kein Mitbewerber knacken können. Kraft hat ihre Wähler besoffen gestrahlt.
Welchen Preis die Steuerzahler letzlich für diese lediglich dem Machterhalt von Frau Kraft dienende Wahl zahlen müssen, werden die Wähler mehr als 5 Jahre zeitverzögert erfahren.
Frau Kraft hat bewirkt, dass die Steuerzahler, seit der von ihr erzwungenen Neuwahl, jährlich 10 Millionen Euro für Überhangmandatsträger zahlen müssen.
Ich mag diese auf sympatisch gebürstete Polithu*e nicht.
Mir ist diese Laienschauspielerin eher unangenehm.
Vorweg: ich stehe weder Frau Kraft noch ihrer Partei noch irgendeiner sonstigen Partei nahe. Dennoch muss Recht bleiben, was Recht ist.
Frau Kraft hat die Neuwahl nicht gewollt. CDU/FDP wollten diese auf Biegen und Brechen. Sie sind voll verantwortlich für die Neuwahl, und nicht Frau Kraft.
Das Thema Überhangmandate wird von der jetzigen Regierung in Berlin trotz Aufforderung durch das Verfassunggericht nicht geregelt, weil sie selbst stark davon profitiert. Auch das können Sie Frau Kraft nicht anlasten. Die verantwortliche Dame hat einen anderen Namen.
Also bitte, bei aller Wut auf Politiker, die ich voll und ganz teile, doch immer schön bei der Wahrheit bleiben.