BKA verschärft Kampf gegen Betrug an Geldautomaten
17.08.2011 | 22:26 Uhr 2011-08-17T22:26:45+0200
Berlin. Die Übergriffe nehmen zu, und die Maschen der Betrüger werden immer raffinierter: BKA-Chef Jörg Ziercke warnt vor Geldautomaten als Sicherheitsrisiko. Allein im vergangenen Jahr seien 190.000 Kunden von manipulierten Automaten betroffen gewesen.
Der millionenfache Diebstahl von Kreditkarten-Daten und der Betrug an Geldautomaten sind für die deutschen Fahnder eine wachsende Herausforderung. Das Bundeskriminalamt (BKA) will voraussichtlich ab Oktober stärker mit den Banken zusammenarbeiten, um „neue Betrugsmaschen schneller zu erkennen und gemeinsame Abwehrstrategien zu entwickeln“, sagte der Chef des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, im WAZ-Interview.
Vorbild dafür ist das FBI in den USA. Ziercke: „Allein im letzten Jahr waren rund 190.000 Kartenkunden von der Manipulation von Geldautomaten betroffen. Bei jeder Skimming-Attacke auf einen Geldautomaten wurden 60 bis 70 Kunden geschädigt “. Die Zeiten, in denen Banken lieber den Schaden beglichen als in die Sicherheit zu investieren, seien „vorbei“.
Vorratsdaten fehlen
Der BKA-Präsident beklagte, auch der Diebstahl von Kreditkarten-Daten , die anschließend betrügerisch genutzt würden, habe sich „mittlerweile etabliert. Die Methoden der Täter werden immer raffinierter.“
Die größten Sicherheitslücken sieht der BKA-Chef bei der fehlenden gesetzlichen Regelung der Speicherung von Vorratsdaten . Er räumte in diesem Zusammenhang eine zunehmende Zahl von Fehlschlägen bei der Fahndung nach Kinderporno-Tätern und Netzbetrügern ein, weil das Bundeskriminalamt von Anbietern wie der Telekom keine Daten über Telefon- oder Internetverbindungen erhalten könne. „Unsere Ermittlungen verlaufen im Sand.“ Die Telekom speichere die Daten zu Abrechnungszwecken nur sieben Tage lang, aber „bis eine Tat im Internet erkannt wird, dauert es oft länger“.
„Reale Sicherheitslücke“
„Wir haben eine reale Sicherheitslücke, die schleunigst geschlossen werden muss“, sagte Ziercke an die Adresse der Politik. Innerhalb der Bundesregierung wehrt sich vor allem Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gegen die Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung .
Die Bundesregierung hat gestern wie angekündigt die Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze für weitere vier Jahre beschlossen. Ziercke sagte, dies halte er angesichts der „anhaltend hohen Bedrohungslage“ für konsequent.

13:29
Vielleicht sollte man die Automaten mal standardisieren. Das Problem ist doch, dass die Automaten überall anders aussehen und der Kunde eine Manipulation gar nicht erkennen kann..
13:07
Diese zunehmende Zahl von Fehlschlägen bei der Fahndung nach Kinderporno-Tätern und Netzbetrügern soll laut Zierke durch die VDS gelöst werden. Genau das hat das Justizministerium anhand zahlreicher Fälle überprüft. Das Ergbenis: Die VDS hätte nur in einem einzigen Falle zu Erkenntnissen geführt, die den Fall hätten lösen können. Herr Zierke behauptet also Dinge wider besseren Wissens. Und sowas nennt man Lüge.
12:50
Wenn die Ermittler Straftaten nicht schnell genug entdecken bzw. verfolgen, dann haben wir zu wenig Ermittler. Da sollte man mal ansetzen, statt alle Bürger wegen einiger schwarzer Schafe unter Generalverdacht zu stellen!
12:47
Wenn die Ermittlungsbehörden Taten nicht schnell genug verfolgen, dann brauchen wir mehr Ermittler - aber nicht mehr Regelungen, die für wenige schwarze Schafe uns alle unter Verdacht stellen.
12:46
Die Vorräume der Banken sind Videoüberwacht, wenn es die Banker nicht gebacken bekommen, sich auch die Aufnahmen anzusehen, um zu sehen, wer wann welchen Geldautomaten präpariert hat, tragen die Banken die Verantwortung, wegen Mithilfe zu einer Straftat.
Es kann nicht angehen, das sie sich von jeder Schuld freisprechen können, zumal sie als Betreiber der Automaten sicheren Zahlungsverkehr gewährleisten.
12:27
@ #1 bb, Kreditkarten = Datenspeicherung, das habe ich mich beim Lesen auch gefragt.
Es scheint kein Thema zu abstrus, als das es nicht für die angebliche Terrorbekämpfung herhalten muss.
Angeblich seien die Zeiten vorbei, dass die Banken, statt in Sicherheit zu investieren, die Schäden bezahlen. Das Gegenteil ist der Fall. Sie sind auf die Idee mit dem zusätzlichen Schutz der Karten durch eine zusätzliche Identifizierung (3D Secure) gekommen. Wer diesen so löblich erscheinenden Vertrag abschließt, bleibt anschließend auf den Kosten sitzen. Die Anmeldung zu dieser Sicherheit erfolgt weitgehend anonym, nur Name und Kreditkartennummer sind erforderlich, es erfolgt keine oder nur mangelhafte Verifizierung. So trickst man Kunden aus.
Bislang scheint der Chip wohl noch sicher zu sein, deutsche Automaten lesen über den Chip die Daten aus. Aber wehe man ist im Ausland. Und da will BKA-Chef Jörg Ziercke den Terrorismus bekämpfen, siehe oben?
12:27
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12:16
Er räumte in diesem Zusammenhang eine zunehmende Zahl von Fehlschlägen bei der Fahndung nach Kinderporno-Tätern und Netzbetrügern ein, weil das Bundeskriminalamt von Anbietern wie der Telekom keine Daten über Telefon- oder Internetverbindungen erhalten könne. „Unsere Ermittlungen verlaufen im Sand.“
Ach ja? Hat er dafür auch Belege oder wird mal wieder gelogen um politische Interessen durch zu setzen fern jeder Vernunft?!
12:12
entweder der Redakteur dichtet sich hier solch einen Müll zusammen weil er parteipolitisch aktiv ist und irgendwelche Absichten pflegt, oder der BKA Chef lügt ziemlich dreist und die Journalisten raffen es mal wieder nicht. Das hier kann man allerdings nicht so stehen lassen. Weil es schlichtweg eine Lüge ist:
Er räumte in diesem Zusammenhang eine zunehmende Zahl von Fehlschlägen bei der Fahndung nach Kinderporno-Tätern und Netzbetrügern ein, weil das Bundeskriminalamt von Anbietern wie der Telekom keine Daten über Telefon- oder Internetverbindungen erhalten könne.
11:50
Was hat denn die Vorratsdatenspeicherung mit dem Betrug am Kreditautomaten zu tun?
Um den Überwachungsstaat voran zu bringen, ist manchen Menschen jede Irreführung der Öffentlichkeit recht.
Ein Glück, dass wenigstens die Justizministerin das Grundgesetz nicht aushebeln will, sondern zu schützen versucht.
Die Sicherheitslücke sehe ich bei denen, die seit Jahren die freiheitlichen Bürgerrechte immer weiter einschränken.