Bitte keine Schulexperimente – von Birgitta Stauber-Klein
10.10.2010 | 18:40 Uhr 2010-10-10T18:40:00+0200Das Schulwesen in NRW ist wohl noch nie so schnell und umfassend umgekrempelt worden wie in den vergangenen Jahren. Die Rüttgers-Regierung wollte schließlich keine Zeit verschwenden.
So ging es Schlag auf Schlag: Turboabi, verbindliche Grundschulempfehlung, Kopfnoten. Damit am dreigliedrigen Schulsystem nicht gerüttelt wird, pumpte Schwarz-Gelb viele Millionen in die Hauptschulen, obwohl Eltern und Kinder längst erkannt hatten, dass sie in die berufliche Sackgasse führen. Die NRW-CDU musste erst auf die Oppositionsbank verwiesen werden, um zugeben zu können, dass die Hauptschule nicht zu retten ist.
Rot-Grün begeht nun einen ähnlichen Fehler, wenn das Bündnis glaubt, die vermeintlichen Fehler der Vorgängerregierung im Schnelldurchgang rückgängig machen zu können. Eltern fragen nach, was funktioniert und Chancen bietet – also das Gymnasium und die Gesamtschule.

07:03
Es gab schon in der Vergangenheit Experimente am Schulsystem, aber was sich unter der schwarz-gelben Koalition abgespielt hat ist der Gipfel der Unfähigkeit. Ein Beweis dafür das man Politikern keine Eingriffe in das Bildungssystem erlauben darf. Die gesamten Fehlentscheidungen der Frau Sommer hier aufzulisten würde die erlaubte Beitragslänge erheblich überschreiten.
19:04
Das sind doch alles nur Floskeln.
Was soll die Landesregierung denn ändern, um einen besseren, moderneren Unterricht zu ermöglichen?
Da schweigt sich Frau Stauber-Klein leider aus.
Die Errichtung von Gemeinschaftsschulen hat mit Ideologie übrigens wenig zu tun. Immerhin kommen die ersten Anträge von CDU-regierten Städten.