Das aktuelle Wetter NRW 4°C
IT-Gipfel

Bitkom-Chef: Unterricht ist technikfeindlich

11.11.2012 | 15:47 Uhr
Bitkom-Chef: Unterricht ist technikfeindlich
Foto: Timur Emek/dapd

Essen.  Der Präsident des IT-Verbandes Bitkom, Prof. Dieter Kempf, hält den Schulunterricht in Deutschland noch nicht für die Zukunft gerüstet. „Grundsätzlich ist noch immer eine gewisse Technikfeindlichkeit während der Schulausbildung zu beobachten. Das müssen wir ändern“, sagte Kempf der WAZ-Mediengruppe anlässlich des am Dienstag in Essen startenden siebten Nationalen IT-Gipfels.

Der Präsident des IT-Verbandes Bitkom, Prof. Dieter Kempf, hält den Schulunterricht in Deutschland noch nicht für die Zukunft gerüstet. „Grundsätzlich ist noch immer eine gewisse Technikfeindlichkeit während der Schulausbildung zu beobachten. Das müssen wir ändern“, sagte Kempf den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe anlässlich des am Dienstag in Essen startenden siebten Nationalen IT-Gipfels. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) haben ihr Kommen angekündigt.

Die Benutzung von Kommunikationsgeräten sei eine Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben und Rechnen geworden. Der Umgang mit solchen Geräten müsse Schülern deshalb spielerisch beigebracht werden. „Zudem brauchen wir ein Pflichtfach Informatik an den Oberschulen“, sagte der Bitkom-Präsident.

Kempf beklagte zudem, dass noch immer zu wenig Risikokapital für IT-Neugründungen zur Verfügung stünde. „Junge Unternehmen finanzieren sich fast ausschließlich mit Eigenkapital. Das reicht nicht aus, um zügig einen Markt zu besetzen und international aktiv zu werden“, sagte Kempf.

Sven Frohwein

Kommentare
12.11.2012
19:18
Bitkom-Chef: Unterricht ist technikfeindlich
von badchefin | #2

Ist das ein Wunder? Wenn Schulen mit Rechnern ausgestattet sind, dann funktioniert die Hälfte nicht, weil sie meist nebenher von Lehrern gewartet werden. Einen Techniker von der Stadt zu bekommen ist da nahe am sechser im Lotto.
Wenn nichts klappt, wie hoch ist denn dann die Motivation von Lehrern und Schülern?
Bei klammen Kassen in den Kommunen wird sich an diesem Zustand auch so schnell nichts ändern.
Dann, woher sollen die Informatiklehrer kommen? Die Informatiker verdienen in der freien Wirtschaft viel mehr als im Schuldienst.
Und last but not least: Woher sollen die Stunden kommen? Wo soll gekürzt werden? Und welche Oberschule meint der Herr?

12.11.2012
11:04
Bitkom-Chef: Unterricht ist technikfeindlich
von creck | #1

50 % Abbrecherquote beim Informatik-Studium. Da fragt man sich, ob die Studenten technikfeindlich sind, oder die I-Techniker studentenfeindlich...
Die Profs sitzen schön versorgt in ihrem Elfenbeinturm und quatschen ab und zu von ihrer verquasten Wahrnehmung der Realität.
Reissack!

Funktionen
Aus dem Ressort
Märkischer Kreis bei Razzia gegen Tauhid-Islamisten im Fokus
Razzia
Die Polizei hat eine bundesweite Razzia gegen die radikal-islamistische Vereinigung Tauhid durchgeführt. Besonders betroffen: der Märkische Kreis!
AfD-Spitze zur Kopftuch-Frage: "Instrument der Unfreiheit"
Kopftuch
Nach einem internen Streit hat sich die AfD in der Kopftuch-Frage geeinigt. Es sei auch "ein Instrument der Unfreiheit von muslimischen Frauen".
Co-Pilot steuerte 150 Menschen absichtlich in den Tod
Flugkatastrophe
Am zweiten Tag nach dem Absturz des Germanwings-Airbus überschlagen sich die Ereignisse. Die aktuelle Lage im Liveticker:
Bund soll sich stärker an Flüchtlings-Kosten beteiligen
Flüchtlinge
Länder und Kommunen stöhnen unter der Kostenlast für das Unterbringen von Flüchtlingen. Die Unterstützung durch den Bund reiche nicht aus.
Länderchefs wollen "Soli"-Milliarden auch nach 2019
Solidaritätsbeitrag
Aus Sicht vieler Länderchefs sollten die Soli-Milliarden erhalten und Länder und Kommunen daran beteiligt werden. Was Merkel und Seehofer ablehnen.
Fotos und Videos
article
7280751
Bitkom-Chef: Unterricht ist technikfeindlich
Bitkom-Chef: Unterricht ist technikfeindlich
$description$
http://www.derwesten.de/politik/bitkom-chef-unterricht-ist-technikfeindlich-id7280751.html
2012-11-11 15:47
Politik