Beyoncé sang Nationalhymne nicht live für Präsident Obama

Bei der Kälte momentan kann einem ja schnell die Stimme wegbleiben. Sicher ist sicher, dachte sich wohl Pop-Superstar Beyoncé: Ihre Darbietung der Nationalhymne bei Präsident Obamas Amtseinführung kam offenbar aus der Konserve.
Bei der Kälte momentan kann einem ja schnell die Stimme wegbleiben. Sicher ist sicher, dachte sich wohl Pop-Superstar Beyoncé: Ihre Darbietung der Nationalhymne bei Präsident Obamas Amtseinführung kam offenbar aus der Konserve.
Foto: ap
Was wir bereits wissen
Sie ist die unangefochtene Queen des Konfektions-Pop, kann schön singen - und hat wohl trotzdem Bammel davor, die hohen Töne nicht zu treffen: Pop-Superstar Beyoncé hat offenbar die Nationalhymne bei der zweiten Amtseinführung von US-Präsident Obama nicht live gesungen - und so viele enttäuscht.

Washington.. Mag die Melodie auch von einem englischen Trinklied stammen, federleicht kommt das „Star-Spangled Banner“ nicht über die Lippen. Wenn es am Ende der amerikanischen National-Hymne bei „O'er the land of the free" in die hohen Tonlagen geht, haben selbst routinierte Sänger manchmal Bammel vor dem Stimmbruch.

Vor allem dann, wenn wie bei Amtseinführungen von Präsidenten oder Endspielen der Football-Meisterschaft Hunderttausende live und Milliarden an den Fernsehschirmen zuhören. Beyoncé, der unangefochtenen Queen des Konfektions-Pop und Gattin des Rap-Giganten Jay-Z, wird dieser Tage die seltene Ehre zuteil, bei beiden Großereignissen ihre Stimme zu erheben.

Perfekt die Lippen bewegt

Am Montag entledigte sich die junge Mutter zu Ehren Barack Obamas der anspruchsvollen Aufgabe mit Bravour. Zeitungen und Fernsehsender waren voll des Lobes über die anmutig soulige Version, die das ehemalige Front-Fräulein von „Destiny's Child“ bei kühlen Temperaturen um den Gefrierpunkt ablieferte. Allein, Musik und Gesang kamen offenbar aus der am Vortag frisch aufgenommenen Konserve. Beyoncé bewegte nur perfekt die Lippen.

Sagt Captain Eric Flanagan, der Sprecher der Marine-Band. Während die für die allgemeine Volkserregung zuständige „New York Post“ von einem „Schock“ spricht, raten seriöse Zeitungen wie die „New York Times“ zu Gelassenheit und erinnern daran, dass Playback-Gesang in historischen Momenten, wo allein technisch so viel daneben gehen kann, üblich ist.

So kam zum Beispiel Whitney Houston 1991 beim Super Bowl-Endspiel zu Weltruhm. Am 3. Februar in New Orleans wird Beyoncé den Football-Feiertag mit der Nationalhymne beehren. Diesmal vielleicht sogar live.