Bewegender Abschied von Richard von Weizsäcker

Ein freier Geist, ein kluger Zuhörer – und ein Präsident, an dem sich alle Nachfolger messen lassen müssen: In einer berührenden Trauerfeier im Berliner Dom haben Politiker, Freunde und Wegbegleiter zusammen mit der Familie Abschied von Richard von Weizsäcker genommen.

In seiner Trauerrede würdigte Bundespräsident Joachim Gauck (Foto) die historische Wirkung seines Vorgängers: „Indem sie ihn mochten, lernten die Deutschen, sich selbst zu mögen.“ Mit dem klaren Bekenntnis zum Tag des Kriegsendes als Tag der Befreiung habe Weizsäcker das Richtige gesagt und das Richtige getan. Ausdrücklich bedankte sich Gauck bei Marianne von Weizsäcker: „Wir alle konnten sehen, was Sie beide einander bedeuteten.“ Unter den rund 1400 Trauergästen waren auch der frühere polnische Präsident Lech Walesa und die ehemalige niederländische Königin Beatrix. „Eigentlich“, sagte Weizsäckers Parteifreund Wolfgang Schäuble als letzter Redner an diesem Tag, „ist er immer unser Präsident geblieben.“ Foto: dpa