Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Bettina Wulff

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral

10.09.2012 | 21:49 Uhr
Bettina Wulff klagt gegen die Suchmaschine Google. Die Erfolgsaussichten schätzen Juristen unterschiedlich ein.

Essen.  Bettina Wulff will Google verbieten, dass die Suchmaschine jedem, der ihren Namen eintippt, Begriffe wie "Escort" oder "Prostitution" vorschlägt. Technisch wäre diese Korrektur für Google kein Problem, doch Juristen warnen: Das wäre Zensur. Eines bekommt Bettina Wulff gewiss: Aufmerksamkeit.

Sie will das nicht mehr. Will nicht, dass das Wort „Escort“ erscheint, wenn jemand ihren Namen eintippt in die Suchmaske von Google. Oder der Begriff „Prostituierte“. Deshalb hat Bettina Wulff die Internet-Suchmaschine verklagt . Erreicht hat sie damit bisher nichts. Außer viel Aufmerksamkeit.

Um das zu verstehen, muss man verstehen, wie die Suchmaschine von Google funktioniert . Jedenfalls so gut es geht. Wenn man dort etwas sucht, dann gibt es dort seit 2009 eine Funktion, die sich „Autocomplete“ nennt, also „automatisches Vervollständigen“. Anders gesagt: Google versucht vorauszuahnen, was der Nutzer sucht. Dazu schlägt es automatisch beliebte Begriffe vor, während man ins Suchfeld schreibt. Möglich ist das, weil der Konzern nicht nur akribisch auswertet, was seine Nutzer suchen, sondern auch, welche Wortkombinationen sie dabei benutzen.

Zu Angela Merkel schlägt Google "Gehalt" vor, zu Prinz Harry "Las Vegas"

„Die bei der Google-Autovervollständigung sichtbaren Suchbegriffe spiegeln die tatsächlichen Suchbegriffe aller Nutzer wider“, erklärt Google-Sprecher Kay Overbeck . Die Suchfunktion offenbart demnach, woran die Nutzer interessiert sind. Die meisten, die etwa Angela Merkel eintippen, wollen etwas über ihr Gehalt wissen. Bei der Suche nach Prinz Harry leuchtet schnell „Las Vegas“ als Zusatz auf, wo seine Majestät es jüngst ordentlich krachen ließ. Und bei Fußballer Philipp Lahm ist es offenbar nicht die sportliche Leistung, die interessiert, sondern seine sexuelle Orientierung. Wird der Name eingegeben, kommt der Zusatzvorschlag „schwul“.

Bei Google ist man sich keiner Schuld bewusst. Schließlich hat man selbst keines der schon länger kursierender Gerüchte in die Welt gesetzt. Und aktiv verbreitet habe man sie nach Googles Auffassung auch nicht. Die Begriffe seien „das algorithmisch erzeugte Resultat mehrerer objektiver Faktoren“, sagt Overbeck gerne etwas verschlüsselt. Soll heißen: Kann man nichts machen. Kann man wohl.

Technisch wäre eine Korrektur für Google kein Problem

So sehen die Suchergebnis-Vorschläge von Google bei Bettina Wulff aus.Foto: dapd

Natürlich lassen sich die Seiten, die sich mit Frau Wulffs Vergangenheit beschäftigen , von Google weder sperren noch aus dem Netz nehmen. Aber der Konzern könnte es schwieriger machen, sie zu finden, indem er sie auf der Ergebnisliste nach hinten schiebt. Denn längst ist bekannt, dass Google Einfluss auf die Ergebnisse der Suchanfragen nehmen kann. So landen, etwa bei der Suche nach einem Übersetzungsprogramm, stets Dienste aus dem eigenen Haus auf den vorderen Plätzen der Ergebnisliste.

Auch bei den Vorschlägen zur automatischen Vervollständigung ist Google nicht so objektiv, wie der Konzern gerne behauptet. Um etwa Ärger mit der Unterhaltungsindustrie aus dem Weg zu gehen, werden – ohne dass Google das je konkret bestätigt hätte – seit Anfang 2011 bei Eingabe eines Film- oder CD-Titels keine Begriffe wie Bittorrent oder RapidShare mehr ergänzt, wo sich so etwas illegal herunterladen lässt. Auch Zusätze wie „Crack“ oder „Serial“ gibt es nicht mehr.

Juristen nennen Bettina Wulffs Anliegen "Zensur"

Technisch ist die Sache also wohl kein Problem. Juristisch ist sie es schon. Dementsprechend uneins sind Experten darüber, ob es Sinn macht, gegen die Suchmaschine vor Gericht zu ziehen. Der Alsdorfer Medienanwalt Jens Ferner etwa verweist auf ein Urteil des Oberlandesgerichtes München, das in einem ähnlichen Fall keinen Anspruch auf Unterlassung sah.

Auch für den Kölner Medienrechtler Rolf Schwartmann ist der Ausgang des Verfahrens „ungewiss“. Im Übrigen, gibt er zu bedenken, wäre dieses Löschen ein ganz massiver Eingriff in die Informationsfreiheit . „Das ist ja eine Form von – wenn man so will – Zensur“, sagt er im Deutschlandfunk.

Macht Google durch die Auto-Vervollständigung erst auf mögliche Suchbegriffe aufmerksam?

Drama um Christian Wulff
Die Krise um Bundespräsident Wulff bis zum Rücktritt

Christian Wulff ist gescheitert. Sein Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten markiert das Ende einer quälenden Affäre um geliehenes Geld und andere Gefälligkeiten, die der niedersächsische Politiker von Unternehmern und Freunden angenommen hat - weswegen er am Ende ins Visier der Justiz geriet.  

„ Die Google-Vorschläge sind aus meiner Sicht mehr als bloße Links, sie sind schlagwortartig zusammengefasste Fremdinhalte“, kontert dagegen der Berliner Rechtsanwalt Thorsten Feldmann. Durch die Autovervollständigung würden viele Nutzer überhaupt erst auf die mögliche Suche aufmerksam.

Google selbst sieht sich gut gerüstet, spricht von bisher fünf ähnlichen Verfahren in Deutschland, von denen man keines verloren habe. Anders als im europäischen Ausland und in Asien, wo es sowohl Siege als auch Niederlagen vor Gericht gab.

Auch Streisand wehrte sich - ohne Erfolg

Unabhängig von den Erfolgsaussichten vor Gericht, greift im Fall Wulff schon jetzt der so genannte „Barbra-Streisand-Effekt“ , die sich einst gegen die Veröffentlichung des Bildes ihres Hauses wehrte und dadurch dafür sorgte, dass es jeder sehen wollte. Da sucht man Bettwäsche bei Google oder einfach nur ein Berliner Hotel. Aber kaum hat man das „B“ eingetippt, taucht der Name Bettina Wulff mit den bekannten Zusätzen auf. Oft aber auch mit dem Hinweis, dass die Dame gerade ein Buch veröffentlicht hat. Dagegen hat sich Frau Wulff übrigens noch nicht gewehrt .

Die lässige First Lady

 

Andreas Böhme



Kommentare
20.09.2012
11:28
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Alter-MAnn59 | #71

Da war Doris Kröpf (Schröpf) Schröder schlauer - auch aus Medienbereich - richtig?

War nicht Schröder vorher mit jemand anders verheiratet?
War nicht Wulff vorher mit jemand anders verheiratet?

Das Problem ist/sind !!! die Symbiose/n zwischen Medien und Politiker !!!
Wenn man 500 oder 5000 oder 50.000 Euro Belohnung für die Antwort dieser Frage bieten würde, ob da die Medien darauf eingehen würde? Glaube es nicht.
Schreibt doch an BILD, google und Co. Fragt nach.
Viele Probleme lassen sich nur lösen, wenn folgende Frage beantwortet wird.
Wie könnte man das Sponsoring der Politiker/innen und Parteien verhindern, und die dubiosen Damen
und Herren dazu zwingen, daß die UN-Konvention gegen Abgeordneten-Bestechung in Anlehnung an Beamtengesetze, ratifiziert wird?
Sponsoring muß auch strafbar werden - EU-weit.
Wer kann zu dieser Frage eine Antwort geben?

1 Antwort
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Codemancer | #71-1

Viel wichtiger sei hier die Frage: Wer will im Kontext zu dem Thema des Artikels eine Antwort darauf geben?

19.09.2012
13:52
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von joergel | #70

Bei Fakten gibt es keine anderen Ansichten? Offenbar doch, denn sie behaupten nach wie vor, es sein schwierig bis unmöglich die Autovervollständigung bei Google so einzustellen, dass bestimmte Begriffe nicht angezeigt werden. Obwohl der Beweis des Gegenteils bereits vorliegt.

Wie im Fall des Vornamens Bettina, bei dem nur der Screenshot in obigem Artikel und der jetzige Zustand verglichen werden muß. Wie im Fall der Buchstaben B und W, die zuvor sofort den kompletten Namen samt Begriffe brachten, bei denen nun mindestens die Hälfte der Buchstaben des Namens erforderlich ist, um zusätzliche Begriffe zu erhalten.

Die Fakten sagen also aus, es geht doch und die Betreiber von Google haben es bereits getan. Obwohl die Betreiber und sie das Gegenteil verkünden. Da nützen auch ihre ganzen Erklärungen nichts.

Die Frage ist nur, ob dies Bettina Wulff ausreicht. Das werden wir dann noch sehen. Als Werbung für ihr Buch hat die Klage bisher jedenfalls durchschlagend gewirkt...

3 Antworten
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Codemancer | #70-1

Sie verstehen die Zusammenhänge nicht - das ist das Problem. Ich wähle mal ein ähnliches Beispiel, um es vielleicht etwas einfacher zu erklären:

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Zimmer finden sie Ungeziefer in Form von kleinen Insekten (z.B. Termiten). Die hier von Ihnen so geschätzten "Beweise" würden sich in diesem Beispiel so verhalten, als würde man eine Stück der Fußleiste abnehmen, dort Insektenspray hin sprühen und die Leiste wieder festmachen. Danach hockt man sich hin und kreuzt die Finger in der Hoffnung, dass die Termiten damit platt und das Problem nicht mehr auftritt - man hat ja jetzt eine Hand voll toter Insekten als Beweis, dass es funktioniert hat.

Im Volksmund nennt man so etwas eine Milchmädchenrechnung. Der trügerische Verusch, etwas als empirisch darzustellen, ohne dass man die beteiligten Faktoren auch nur ansatzweise ausreichend kennt und versteht.

Was meinen Sie denn, warum man in diesem Zusammenhang den Begriff "Streisand-Effekt" benutzt?

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #70-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von joergel | #70-3

Sie irren insofern, als ich gar nichts empirisch nachweisen will. Ich will lediglich die Tatsache aufzeigen, dass die Betreiber von Google etwas getan haben, von dem diese ursprünglich behaupteten, das dies nicht möglich ist - und von dem Sie es immer noch behaupten. Ob dies ausreichend ist oder noch mehr möglich ist, ist eine andere Frage.

Was den "Streisand-Effekt" betrifft, so ist dieser unbetritten. Allerdings wie ich schon Eingangs sagte, ist negative Werbung oft genau so erfolgreich wie positive. Dies hat sich inzwischen in Bezug auf die Verkauftszahlen des Buches von Frau Wulff bewahrheitet.

Und ich glaube wenn wir uns hier weiter unterhalten, wird die Werbung noch erfolgreicher sein. Denn je mehr Leute sich ärgern, desto mehr wird darüber gesprochen...

17.09.2012
11:59
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Codemancer | #69

Googles Suchvorschläge sind immer nur ein Spiegel der aktuellen Interessen der Gesellschaft. Je mehr Leute eine gewissen Zeichenkonstellation abfragen, desto höher steigt diese im "Ranking" und desto eher wird diese Konstellation als Vorschlag genannt.

Ich finde das schon eine bemerkenswerte Ironie... je mehr sich unsere Bettina über diese Thema medial aufregt, desto "schlimmer" wird für sie die Situation hinsichtlich dieser Suchvorschläge. So wird diese mediale Aufmerksamkeit für sie zum eigenen Spießrutenlauf... Herrlich :D

10 Antworten
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von joergel | #69-1

Man kann es auch anders ausdrücken: Je mehr Leute nach Gerüchten suchen, desto mehr verbreitet Google diese Gerüchte. Auch an Leute die nach ganz anderen Dingen suchen.

Gerüchte von denen nachgewiesen wurde das sie falsch sind und deshalb Verbreiter Unterlassungserklärungen unterzeichnen mußten. Aber die Betreiber von Google glauben sie könnten dies weiterhin machen, obwohl sie technisch in der Lage sind dies zu unterbinden - nur einfach nicht wollen...

Im übrigen ist negative Werbung oft genau so erfolgreich wie positive. Vielleicht deshalb ihre Klage?

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Vatrox | #69-2

Stimmt, die Werbung hat Bettina Wulffs Buch zum Bestseller gemacht. Die vielen bösen Kommentare dürften ihr Teil dazu beigetragen haben:
http://www.derwesten.de/panorama/buch-von-bettina-wulff-springt-an-die-spitze-der-bestseller-charts-id7106590.html

@joergel
von Codemancer | #69-3

Sie sehen das falsch. Ich vermute mehr, dass sie das Thema "Suchmaschine" und "Internet" nicht so wirklich in seinem Kern verstehen.

Google verbreitet keine Gerüchte. Einfach ausgedrück: Diese Suchmaschine sammelt Informationen im Internet und katalogisiert sie. Es ist nur ein flaches Medium was zum zentralen Bestandteil unserer Informationsbeschaffung wurde - aber denn mehr nur ein Medium.

Heruntergebrochen auf die hier wesentlich vorherrschenden Bestandteile kann man auch direkt folgende Aussagen treffen:

1. Fr. Wulff könnte demnach dieses Portal hier verklagen, weil über uns zugelassen wird, dass sich dieses Thema weiter in die Köpfe der Leute hämmert.
2. In die andere Richtung gedacht: Kann man die Luft verklagen, nur weil sie Beleidigungen und Diffamierungen in die Ohren anderer Leute trägt?

Viel mehr steckt da nicht hinter. Eine technische Anpassung ist, wenn mich nicht alles täuscht, nicht so einfach, wie sich das der hiesige Bettina-Freundeskreis vorstellt.

@Codemancer
von joergel | #69-4

Ich schlage vor, sie lesen nicht nur die Kommentare, sondern auch den Artikel dazu. Dort steht nämlich:

"Technisch wäre diese Korrektur für Google kein Problem"..."Auch bei den Vorschlägen zur automatischen Vervollständigung ist Google nicht so objektiv, wie der Konzern gerne behauptet. Um etwa Ärger mit der Unterhaltungsindustrie aus dem Weg zu gehen, werden – ohne dass Google das je konkret bestätigt hätte – seit Anfang 2011 bei Eingabe eines Film- oder CD-Titels keine Begriffe wie Bittorrent oder RapidShare mehr ergänzt, wo sich so etwas illegal herunterladen lässt. Auch Zusätze wie „Crack“ oder „Serial“ gibt es nicht mehr."

Zu 1. Nicht könnte, das ist bereits geschehen: "Deshalb hat Bettina Wulff die Internet-Suchmaschine verklagt."
Zu 2. In die andere Richtung gedacht: Die Luft wiederholt besagte Gerüchte nicht ständig erneut.

Sie sehen, ihre Aussagen und Vermutngen treffen in keinster Weise zu. Sie sind derjenige, der sich täuscht und den Kern nicht so wirklich versteht...

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Codemancer | #69-5

Ich kenne den Inhalt des Artikels, ja, nur steht da nichts fundiertes. "Technisch wäre diese Korrektur für Google kein Problem" ist keine aussage von Google selbst oder irgendwelchen "Experten", zumindest wird nicht auf so etwas hingewiesen, daher denke ich, dass da sich nur einer gedacht hat: "Ach komm, Google kann das sicher."

Trügerische Halbwahrheiten. Sicherlich lassen sich in Algorithmen ausnahmen einbetten, nur spielen die im Artikel genannten "Beispiele" in einer ganz anderen Liga. Im Fall von Frau Wulff müssten ganze Wortkombinationen des Grades 3 oder höher rausgenommen werden - hierbei muss man aber aufpassen, dass nicht für das Thema irrelevante Einträge raus fliegen, da dies dann automatisch Zensur wäre.

Unterm Strich bleiben dann: sämtliche Wörter und deren Synonyme hoch der Anzahl der Wörter mit Einzigartigkeit in ihrer Bedeutung... ergibt grob überschlagen eine Menge Möglichkeiten, die erstmal geprüft und als ausnahme definiert werden müssten.

Ponyhof lässt grüßen.

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von joergel | #69-6

Sie haben die konkreten Beispiele des Artikels unterschlagen, die klar die Einflußnahme von Google belegen. Offenbar handeln sie nach der Devise: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Trotzdem hat Google offenbar bereits etwas unternommen.

Ich bekomme jedenfalls bei Eingabe von "bettina wulff" nur noch die Vorschläge: Vergangenheit, Vorleben und Escort. Wobei Escort nur noch erscheint wenn mindesten "bettina wu" eingegeben wird. Bisher reichte es nur den Buchstaben "w" einzugeben um alle beanstandeten Begriffe autovervollständigt zu bekommen.

Wie war das noch: Das ist technisch nicht so einfach...

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Codemancer | #69-7

Sie "lesen mir nicht richtig zu". Ich sagte, dass die genannten Beispiele nicht mit dem hier verlangten vergleichbar sind.

Dass sich dieses "Phänomen" scheinbar gebessert hat, ist ja in Ordnung, aber von der eingänglichen Forderung ist diese Besserung noch weit entfernt.

Fakt ist: Was die Nutzer des Internets interessiert taucht dort auch unweigerlich auf und verbleibt dort, solange das Interesse besteht - eine wenn auch nur mindere Zensur, diese aber vollständig, bei bestimmten Themen ist technisch einfach nicht möglich oder zumindest nur eingeschrenkt und dann auch nicht gerade einfach.

Hat man ja schon zu genüge am Beispiel China gesehen, wie einfach ungewünschte Einträge verschwinden - die Menschen finden trotzdem einen Weg das zu finden, was sie suchen.

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von joergel | #69-8

Das die genannten Beispiele nicht vergleichbar sind, ist ihre Behauptung. Das sehen Andere nun mal anders. In den Beispielen geht es um die Zuordnung eines Begriffes zu einem Begriff. Das ist nichts anderes wie die Zuordnung eines Begriffes zu einem Namen. Insbesondere weil schon die Eingabe eines Buchstabens ausreichte um den Namen samt Begriff erscheinen zu lassen. Dies zu unterbinden war schon mal der erste Schritt des Klageziels.

Weiterhin erscheinen zum Namen "bettina w" nur noch die Begriffe Vergangenheit und Vorleben. Daran ist nichts anstößiges, dagegen wird Frau Wulff wohl kaum klagen können. Erst bei Eingabe von "bettina wu" erscheint dazu der Begriff Escort. Vielleicht hat sie mal einen Ford Escort gefahren? Da müßten aber viele klagen...

Selbst bei vollständiger Eingabe des Names keine anderen Begriffe mehr, schon gar nichts anstößiges. Technisch nicht möglich? Offenbar doch, also Klageziel erreicht. Was Zensur ist entscheidet dann der Richter, wenn es noch dazu kommt...

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Codemancer | #69-9

Bei Fakten gibt es keine anderen Ansichten. Das genannte Beispiel mit dem Bittorrent ist in der Fachtermini eine schlichte 1:1-Beziehung. Man ordnet einem Begriff einen anderen zu und definiert darüber eine Regel. Für jeden neuen Titel bedeutet dies bei den gängigen von der Musikindustrie unerwünschten Downloadverfahren etwa 4-5 Regeln - wenn überhaupt - man kann in diesem Fall sogar eine Allgemeine Regel einführen wo nur die Titelbegriffe geführt werden müssen - noch weniger Arbeit.

Im Fall von Frau Wulff brauchen wir für eine ausreichende Abdeckung das Kreuzprodukt aus einer größeren Menge von Begriffen, sodass die Anzahl der zu definierenden Regeln exponential zur Anzahl der Begriffen steigt. Da es hier einer Einzellösung bedarf ist eine allgemeine Regel nicht anzuwenden.

Das unterscheidet die Beispiele zum vorliegenden Fall.

Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Codemancer | #69-10

"Vielleicht hat sie mal einen Ford Escort gefahren? Da müßten aber viele klagen..."

Dann klicken sie mal auf den Eintrag mit dem "Escort" - dass sich hinter dem Begriff kein Auto verbirgt, wird dann schnell klar. Kratzen Sie nicht nur an der Oberfläche, schauen sie sich auch an, was dahinter steht.

Und nun kommt die Krux an der Sache. Sobald die Leute nun andere Kombinationen eingeben, sind da ganz schnell wieder die unliebsamen Suchvorschläge drinnen. Damit wären wir wieder bei der Anzahl der Möglichen Begriffskombinationen - wenn das hier die gute Frau wieder schlafen lässt - freut mich - affig ist das ganze Thema trotzdem.

Hat alles einen Charme von: Wenn ich das eigentliche Problem nicht bekämpfen kann, nehme ich mir einfach den nächst Besten, den ich mir greifen kann, in diesem Fall Google. Sonderlich erwachsen befinde ich diese "Maßnahme" nicht.

12.09.2012
20:27
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von orirar | #68

Ich finde es unverschämt, daß beim Eingeben von Be die Begriffe Prostituierte oder Escort erscheinen. Da sollte man mat kräftig zulangen, da es nicht nur Bettina Wulff betrifft. Google duldet Rufmord den man sehr wohl unterbinden kann.

Wie ich Bettina Wulff betrachte ist eine andere Sache. Meine Meinung, sie hat Christian Wulff auf dem Weg nach oben mißbraucht. Hier trifft das Wort "Liebe macht blind" zu.

1 Antwort
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Catman55 | #68-1

Es gibt reichlich Leute, die die Autovervollständigung der Suchefunktion nicht verstehen - warum sollten sie eine Ausnahme sein?

Aber ich sehe auch wie sie, dass Bettina/Viktoria ihn ausgenutzt hat. Man kann darauf warten, wann sie ihn fallen lässt.

12.09.2012
16:24
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von meinemeinungdazu | #67

Wulff kennt doch etwas von Doppelmoral. Oder?

12.09.2012
13:50
Knast und Gitter, statt Glanz und Glitter?
von wohlzufrieden | #66

Der Christian Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Christian Mohr kann gehen. Jetzt wird er von Bett ina von der gleichnamigen Kante geschubst. Wie hat sie sich das aber auch schön vorgestellt: Ein Leben in Pomp und Gloria, immer an der Seite der mächtigen und vor allem Reichen, im Traumkleid Empfänge geben, mit ihrem von der Leyen ähnlichen, unendlich gütigen Lächeln, das schon der Quenn sehr nahe kommt. Hin und wieder auch mal einem Hartz IV Empfänger Medien wirksam ein paar faule Orangen in die ausgeMERKELlte Hand drücken, und die gütige Maria spielen.Und was kommt statt dessen? Der steile Höhenflug wird jäh gestoppt durch ein Rotlicht aus ferner Vergangenheit. Und der Gatte, einem Wulff, Pardon Wolf gleich, immer auf der Jagt nach Moneten, meistens der anderer Leute, landet als Bettvorleger. Ja, es kann einen schon übel erwischen. Da muss man dann Tatsächlich schon ein Buch schreiben, und die Grundbedürfnisse wie Champagner, Schmuck und rauschende Partys aufrecht zu erhalten.

1 Antwort
Für dieses Geschwätz
von kitty73 | #66-1

zahlt Ihnen auch keiner ein Honorar

Also weiter Schnaps und Bier vom Discounter und Rotlicht bei Wehwechen von Heidekräutchen - für Sie.

12.09.2012
11:43
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von Murphy07 | #65

Sie schafft sich jetzt ein eigenes Finanzpolster und schickt ihn dann mit Anspruch auf Unterhalt in die Wüste...Wetten...Ich habe doch schon Recht damit, daß der Stern die Woche so geschleimt hat, daß die Titelstory die Woche..natürlich Betty ist...Da verdient man schon einige tausende Euros. Sie hat in der Amtszeit ihres Mannes so gelitten, daß sie mittlerweile moralisch ganz verkommt. Die Hofberichterstatter der Springer und Burdapresse gingen doch ein und aus bei Wulffens, hat sie einmal Stopp gesagt nein..sie lebte immer auf großen Fuß und den Hannover Kreis im Rücken.suppi...ich glaube kaum, daß außer genannte Freunde aus Hannover ihr Aufträge erteilen..m.e. kann der Auftraggeber nur verlieren..aber Verluste lassen sich gut steuerlich abschreiben. Dafür gibt es im Umfeld auch Experten...
Diese Beiden sollten auch wenn sie auseinander gehen sollten ..nur noch eine Randnotiz sein und bleiben!

12.09.2012
09:36
Offenes Buch oder Schweigegeld?
von wohlzufrieden | #64

Der enorme, sehr ungewöhnlich hohe Finanzbedarf des dubiosen Pärchens aus Niedersachsen könnte auch schlicht und einfach durch Erpressung erklärbar sein. Bei ihm durch undurchsichtige Geschäftspaten, Pardon, Partner, bei ihr durch Kundschaft aus dem Halbseidenen Dunstkreis, oder?

6 Antworten
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von joergel | #64-1

Denkbar ist alles Mögliche, auch das manche Menschen in Wirklichkeit Außerirdische sind. Nur hat das nichts mit der Realität zu tun...

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #64-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

joergel | #64-1
von wohlzufrieden | #64-3

Ich schrieb nicht von "denkbar" sondern "erklärbar". Denkbar ist, das manche Menschen, ob Außerirdische oder nicht, anscheinend nicht lesen können. Schönen Tag noch!

@wohlzufrieden
von joergel | #64-4

Dummerweise haben ihre erfundenen Erklärungen genau so wenig mit der Realtät zu tun. Aber Assoziationen sind ihnen offenbar fremd. Entschuldigen sie, dass ich sie geistig überfordert habe...

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #64-5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Immer wieder interesant
von kitty73 | #64-6

weche Intelligenz Sie ausströmen - wie die WAZ so schön titelte: Deutschland produziert Bildungsverlierer - schön, dass Sie hierfür immer wieder als Beispiel herhalten.

12.09.2012
00:02
Bettina Wulff gegen Google - eine Suchmaschine mit Doppelmoral
von kuba4711 | #63

Die Ex - erste Frau im Staate ist gerade dabei sich von ihrem Noch -Ehe -Mann und Ex Bundespräsidenten abzusetzen.
Dabei schreckt man in der Bettina - PR - Agentur offenbar auch nicht davor zurück unappetitliche "Sex -Club -Gerüchte " ,die offenbar aus den christlich -politischen Freundeskreisen genährt worden sind für sich in Stellung zu bringen .
Da kann man nur klassisch drauf reagieren :
"Olet non volet!"
Quelle :
"Latein für Angeber und potentielle Bundespräsidenten - Kandidaten/innen nebst Begattung!" : -))))))

11.09.2012
21:35
@vantast
von joergel | #62

Das sehe ich anders. Google ist durchaus technisch in der Lage die beanstandeten Vorschläge seiner Auovervollständigung zu entfernen und durch andere zu ersetzen.

Die Frage ist nur, ob die Verbreitung von nachgewiesenermaßen falschen Gerüchten erlaubt ist, wenn dies durch technische Einrichtungen geschieht, obwohl diese beeinflußbar sind.

Im Grunde besteht kein Unterschied zwischen mündlicher, schriftlicher und technischer Gerüchteverbreitung. Gegen die mündliche und schriftliche Form kann vorgegangen werden und ist in diesem Fall auch geschehen.

Warum sollte es bei einer Suchmaschine anders sein, wenn sie technisch in der Lage ist dies zu unterbinden, aber einfach nicht will?

Darüber haben die Richter zu entscheiden. Das Urteil steht keineswegs von vornherein fest und wird sehr wahrscheinlich erst nach der letzten Instanz rechtskräftig werden...

Aus dem Ressort
Deutschland testet Ebola-Impfstoff
Ebola
Für den Einsatz in den afrikanischen Ebola-Gebieten melden sich viele Ärzte und Angehörige der Bundeswehr freiwillig - aber die wenigsten sind einsatzfähig. In Deutschland wird bald ein Impfstoff getestet. Bei Unruhen in Sierra Leone starben Menschen.
Gabriel wirbt in USA für Chancen durch TTIP
Freihandelsabkommen
Sigmar Gabriel ist erstmals als Wirtschaftsminister in den USA - und wehrt sich gegen Forderungen, dass Deutschland die Probleme anderer EU-Staaten mit mehr Geld lösen soll. Bei US-Vizepräsident Joe Biden ging es um das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP.
Angriff mit zwei Toten auf Parlament in Kanada
Terror-Alarm
Dutzende Schüsse peitschten am Mittwoch durch das kanadische Parlament. Auch am Kriegerdenkmal in Ottawa wird geschossen. Ein Soldat stirbt später an seinen Verletzungen. Auch eine zweite Person wird erschossen. Stehen Islamisten hinter dem Anschlag? Nichts ist sicher.
Kanzlerin Merkel will Migration als Chance nutzen
Zuwanderung
Deutschland sollte die Chancen der Zuwanderung nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel stärker nutzen. Das Land habe die Möglichkeit, „ein tolles Integrationsland“ zu sein, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz ihrer Partei zum Thema Zuwanderung. Migration müsse als Chance verstanden werden.
DFL soll in Bremen für Polizei bei Risikospielen zahlen
Fußball-Bundesliga
Die erste Rechnung kommt möglicherweise noch in diesem Jahr: Künftig will Bremen als erstes Bundesland die Deutsche Fußball Liga an den Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen beteiligen. Muss Werder Bremen letztlich dafür aufkommen?
Umfrage
Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

 
Fotos und Videos
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke