Beschneidung - Muslime erwägen Gang vor Bundesverfassungsgericht
04.07.2012 | 11:46 Uhr 2012-07-04T11:46:45+0200
Köln. Nach dem Beschneidungs-Urteil erhöhen die Muslime den Druck und ziehen den Gang vor das Bundesverfassungsgericht in Erwägung. Der Koordinationsrat der Muslime fordert den Bundestag auf, die Rechtsunsicherheit schnellstmöglich zu beheben und eine gesetzlich geschützte Regelung für die Beschneidung von Jungen zu erlassen.
Nach dem umstrittenen Beschneidungs-Urteil gehen die muslimischen Verbände in die Offensive und erwägen den Gang vor das Bundesverfassungsgericht. Darüber beraten derzeit die Unterorganisationen des Koordinationsrates der Muslime (KRM), wie KRM-Sprecher Ali Kizilkaya am Mittwoch in Köln sagte. In einer gemeinsamen Erklärung riefen die Verbände den Bundestag auf, die Rechtsunsicherheit schnellstmöglich zu beheben und eine gesetzlich geschützte Regelung für die Beschneidung von Jungen zu erlassen.
Das Landgericht Köln hatte in einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Urteil die Beschneidung von kleinen Jungen aus religiösen Gründen als eine Körperverletzung und damit als Straftat gewertet. Bei Muslimen und Juden löste die Entscheidung einen Sturm der Entrüstung aus. Auch Spitzenpolitiker wie Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und Vertreter anderer Religionen äußerten sich kritisch.
"Die Religionsfreiheit wird eingeschränkt"
Zum Koordinationsrat gehören zahlreiche muslimische Verbände, darunter die türkisch-islamische Union Ditib, der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland. Das Gremium wertete das Urteil am Mittwoch als einen Rückschritt in Sachen Integration. "Die Religionsfreiheit wird eingeschränkt", sagte Kizilkaya. "Über vier Millionen Muslime in Deutschland bekommen nicht unbedingt das Gefühl, dass sie ihre Religion praktizieren können." Das gelte auch für Juden.
Muslimische Eltern, die die Beschneidung den Angaben zufolge privat finanzieren, stünden nun vor einem Gewissenskonflikt. "Wir wollen keinen Beschneidungs-Tourismus ins Ausland", warnte Kizilkaya. Das nicht am gesellschaftlichen Konsens orientierte Urteil müsse korrigiert werden. (dapd)

10:19
Ja, ein Gang vor das BVerfG oder vor ein europäisches Gericht wird unvermeidlich sein,
um die religiöse Propaganda und die seltsam gleichgeschalteten Parteien hier zu stoppen.
Doch das Urteil wird vermutlich anders ausfallen, als sich das die religiösen Eiferer wünschen, die selbstherrlich noch auf Phönix das Kölner Landgericht als "kleines Provinzgericht ohne Weitblick" abgetan haben. Körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung werden immer höhere Werte bleiben als überkommene, archaische "Traditionen", die Zwang und Verstümmelung für ein wehrloses Wesen bedeuten!
19:21
Wenn diesen Leuten unsere Gesetzgebung nicht gefällt, bitteschön, dann sollen sie dahin gehen, wo sie her gekommen sind. Es ist Körperverletzung, vor allem an denen, die sich auf Grunde ihres Alters nicht wehren können
20:38
[von Admin entfernt - Tatsachenbehauptung/Verleumdung]
06:02
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01:18
Irgendwie funktioniert die Kommentierfunktion hier nicht richtig. Fast alle meine Beiträge zu Kommentaren sind unter anderen Post gelandet, als ich sie geschrieben habe...
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13:32
Sollen bitte schön Muslime und Juden klagen. Geht sowieso in die Hose (hoffe ich). Es ist und bleibt schwere Körperverletzung. Eigentlich eine Straftat. Es sind doch nur Babys, Kleinkinder die für eine Religion herhalten müssen,den sie wenn sie später erwachsen sind, gar nicht haben wollten. Was wurde, was wird im Namen der Religion noch alles getan? Als ich mal in der Gesichtschirugie lag, kam eine Schwester, total depremiert, ich fragte sie was ist los? Sie sagte, ein kleines Kind wird gleich sterben, die Eltern sind Zeugen Johovas, sie lassen eine Bluttransfusion nicht zu. Hm. Hyssenstift, Essen.
Das alles, auch die Beschneidung bzw. Wegnahme eines bestimmtes Geschlechtsorganes, gerade in Afrika für Mädchen, im Namen der Religion ist einfach strafbar. Es gibt auch Religionen, die ohne Tod oder Verstümmelungen auskommen.
09:47
Es ist schade, dass nicht auch klar und gerecht denkende Menschen das so genannte Schächten unter Strafe stellen. Auch Tierschutz ist seit einem Jahrzehnt im Grundgesetz und wird von denselben Bevölkerungsgruppen mit Zustimmung der Politik erbärmlich mit Füßen getreten. All diese Politiker sollten gezwungen werden, den Schächtungen beizuwohnen und mit eigenen Augen zu sehen, wie z.B. Kälber blutüberströmt, schreiend, mit durchschnittener Kehle aufstehen und versuchen zu fliehen. Die Grausamkeit der Menschen im Namen der Religion ist unfassbar. Es wird Zeit, dass das Leben geachtet wird und über allem steht.
So sehr Sie mit Ihrem Kommentar auch den Nagel auf den Kopf getroffen haben-die Politiker interessiert das doch alles nicht.Deutschland-ein Land der Duckmäuser...da war ja mal was...und das wird uns ewig nachlaufen.Also schön die Füsse stillhalten und die Taschen vollpacken..das ist es,was zählt!!Und nicht das Leben anderer.Glück auf!!
08:24
Artikel 1 GG :
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung "aller staatlichen" Gewalt.
Haben Kinder, bezüglich deren Intimsphäre, diese Rechte nicht?
Achtet einer dieser Menschen überhaupt den Artikel 1 unseres GG? Ich hab da so meine zweifel
22:52
Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts. (wikipedia)
Schon die Taufe beschnitt (ups) meine Persönlichkeitsrechte. Sobald ich klar denken konnte und alt genug war, bin ich aus dieser Zwangsmitgliedschaft der Kirchen ausgetreten. Nicht auszudenken, wenn man mir noch körperliche, irreparable Schäden zugefügt hätte. Wer argumentiert, eine Beschneidung sei in Ordnung und das auch noch mit einem Freiheitsbegriff rechtfertigt, hat nicht begriffen, dass seine Freiheit bei der Nase des anderen aufhört. Wer mit der Tradition argumentiert, weil gut ist was es lange gab, fragt sich wohl irritiert wo die Prügelstrafe, Folter oder die fügsame, nicht wahlberechtigte Frau geblieben ist.
14:07
Gestern auf Phoenix sagte ein Mann jüdischen Glaubens,daß es besonders wichtig sei,den Säugling OHNE Betäubung zu beschneiden.Das 8 Tage alte Baby muß den Schmerz spüren.Unglaublich,daß so etwas hier geduldet wird.Aber mir will man in der Kneipe das Rauchen verbieten.Solche Barbaren gehören in den Knast.