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Piraten

Berliner Piraten werden offenbar aus den eigenen Reihen erpresst

15.12.2011 | 14:57 Uhr
Berliner Piraten werden offenbar aus den eigenen Reihen erpresst
Erpressung in den eigenen Reihen: Ein Pirat soll systematisch Material gegen Kollegen sammeln (Foto: dapd)

Berlin.  Es gebe ein "unerträgliches Klima der Angst", sagt ein Parteimitglied in einem offenen Brief. Es geht um Erpressung und Nötigung. Ein Parteimitglied soll systematisch Material sammeln, um Druck gegen Kollegen ausüben zu können. Schlichtungsversuche sind gescheitert.

Die Piratenpartei hat in Berlin mit Ärger aus den eigenen Reihen zu kämpfen. In einem offenen Brief spricht ein Mitglied von einem "unerträglichen Klima der Angst". Ein anderes Mitglied sammle den Vorwürfen zufolge systematisch Material, um Druck gegen Parteikollegen auszuüben. Der Landesvorstand bestätigte die Vorwürfe und rief zur Strafanzeige auf.

In dem mehrere Druckseiten umfassenden offenen Brief, den das Mitglied unter seinem Klarnamen veröffentlichte, ist unter anderem von gezieltem Hacking die Rede. Das Mitglied, das noch Schüler sei, sei unter anderem in Computer von Parteimitgliedern eingedrungen. Dabei habe er es vergleichsweise leicht gehabt: "Trotz höherer Technikkompetenz schützen die meisten Piraten ihre Rechner, und Smartphones völlig unzureichend", mahnte der Autor des Briefs.

Mit Erpressung gegen Kandidatur

Der Beschuldigte habe zudem zwei Menschen gefilmt, die "während einer Silvesterparty (mit vielen Piraten) zu später Stunde [...] diskret miteinander verkehrten", notierte der Berliner Pirat weiter. Der Beschuldigte wollte zudem in die politische Arbeit eingreifen.

Die Fraktion wollte die Ehefrau des einstigen Wikileaks-Sprechers Daniel Domscheit-Berg als Kandidatin für den Bezirksstadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg vorschlagen. Der Beschuldigte versuchte, dies per Erpressung zu verhindern. Anke Domscheit-Berg bestätigte dies der dapd. Dabei habe es sich um einen Bluff gehandelt.

Vorwürfe seit Jahresbeginn intern bekannt

Der Landesvorstand erklärte am Donnerstag, die Vorwürfe seien der Verbandsspitze bereits seit Jahresbeginn bekannt. Der Versuch, zu schlichten und die Löschung des Materials zu erwirken, sei jedoch gescheitert. Der Vorstand forderte die von "mutmaßlichen Nötigungen und Erpressungen" Betroffenen "inständig" auf, Anzeige zu erstatten. (dapd)

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Kommentare
16.12.2011
12:43
Berliner Piraten werden offenbar aus den eigenen Reihen erpresst
von MalNachgedacht | #15

Idioten gibt es doch überall.

Mund abwischen, weitermachen.

16.12.2011
10:46
Berliner Piraten werden offenbar aus den eigenen Reihen erpresst
von wohlzufrieden | #14

So etwas nennt man bei den "etablierten" Parteien "Fraktionszwang..."

16.12.2011
10:12
Die anderen Parteien halten den Deckel drauf
von meigustu | #13

wenn so etwas bei Ihnen vorkommt. Die Piraten beweisen, dass sie mit der versprochenen Offenheit Ernst machen.

Übrigens hässliche Menschen gibt es überall, manche davon sind so treue Vasallen einer Glaubensrichtung, das sie dafür sogar als V-Leute bei den politischen Gegnern arbeiten. Man musste nur mal bei den Piratenparteitag reinzappen um zu einige von diesen Exemplaren zu hören.

16.12.2011
09:53
@kikimurks #11
von rw-mh | #12

Wenn Sie den Artikel genau lesen, erkennen Sie, dass der oder die Täter den Piraten bekannt sind. Ich weis überhaupt nicht was die Piraten eigentlich wollen, außer auf sich aufmerksam machen.

1 Antwort
@rw-mh
von kikimurks | #12-1

Darum habe ich in meinem Kommentar auch von "überführt" gesprochen. Das scheint ja noch nicht der Fall zu sein. Der Artikel ist in der Hinsicht jedenfalls nicht eindeutig.

Die Piraten sind sicherlich anders als die üblichen Parteien. Dass sie aber nur auf sich aufmerksam machen wollen, kann ich nicht nachvollziehen. Sie haben schon sehr konkrete Ziele, auch wenn sie noch nicht alle Themenfelder abdecken. Manche davon sind gar nicht so weltfremd, wie manche meinen. Z.B. die Forderung nach einem Grundeinkommen wurde auch schon von renommierten Wirtschaftsinstituten gestellt. Auch gibt es tatsächlich Kriminalwissenschaftler, die der Ansicht sind, dass wir das Drogenproblem durch eine Freigabe und einer folgenden Marktregulierung besser bei kämen, als durch die aktuelle Politik.

16.12.2011
08:47
Lustige Kommentare,...
von kikimurks | #11

die man hier lesen kann. Warum geht es in dem Bericht? Ein Krimineller dringt in die Privatsphäre von Menschen ein und erpresst sie dann. Was machen einige der "lieben" Kommentatoren daraus? Die Piratenpartei ist ein Sauhaufen. Sie verurteilen also die, die Opfer der Attacke sind.

Der, im Artikel geschilderte, Vorgang ist heftig. Man kann nur hoffen, dass der Verbrecher möglichst schnell überführt und seiner Strafe zugeführt wird.

16.12.2011
07:23
Das war zu erwarten....
von matrix666 | #10

Jede neue Partei in diesem System, die Demokratie anstrebt, wird schon bei ihrer Entstehung erwürgt.

15.12.2011
23:53
Berliner Piraten werden offenbar aus den eigenen Reihen erpresst
von hein-tirol | #9

Piraten, willkommen im realen Leben. Aber nicht verzagen, solche "Scheinprofiteure" gibt es in jeder Partei. Zum Glück gibt es Schädlingsbekämpfungsmittel. Ach ja: wählbar bleibt ihr trotzdem!

15.12.2011
22:08
So isses!
von tagesschau | #8

So is Polletick!

15.12.2011
19:05
Berliner Piraten werden offenbar aus den eigenen Reihen erpresst
von Murphy07 | #7

Endlich kommt so langsam an die Oberfläche was sich im Endlager "" Piratenpartei""" so alles an Menschen, Gruppierungen u.a. angesammelt hat. Hoffentlich machen die Menschen jetzt einmal Augen und Ohren auf und erkennen was sich dort ansammelt und nicht mehr ernstgenommen werden kann...Währet den Anfängen!!!!!!!!!!!!!

15.12.2011
17:34
Berliner Piraten werden offenbar aus den eigenen Reihen erpresst
von OldericoRosso | #6

Endlich wird die überbewertete Sekte ohne Hand und Fuß auseinandergenommen und aus ihrem selbstgezimmerten Wolkenkuckucksheim geholt !

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