Das aktuelle Wetter NRW 16°C
"Frontbann 24"

Berliner Innensenator verbietet Neonazi-Vereinigung

05.11.2009 | 09:51 Uhr
Berliner Innensenator verbietet Neonazi-Vereinigung

Berlin. Knapp ein Jahr nach ihrer Gründung hat der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Donnerstag die Berliner Neonazi-Kameradschaft "Frontbann 24" verboten. Am Morgen gab es umfangreiche Razzien der Polizei.

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hat am Donnerstagmorgen die rechtsextreme Kameradschaft «Frontbann 24» verboten. Eine Sprecherin der Senatsinnenverwaltung bestätigte am Morgen einen entsprechenden Bericht von «Tagesspiegel.de».

Die Gruppierung richte sich «gegen die verfassungsgemäße Ordnung und läuft nach Zweck und Tätigkeit den Strafgesetzen zuwider», lautet dem Bericht zufolge Punkt eins der Verfügung, mit der die Polizei um 6 Uhr beim mutmaßlichen «Frontbann»-Anführer zur Durchsuchung im Berliner Ortsteil Schöneweide vorstellig wurde. Zudem gab es weitere Razzien bei Mitgliedern der Kameradschaft.

Gewaltbereite Mitglieder

«Frontbann» weise «in Vorstellungswelt und Gesamtstil eine Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus» auf, heißt es in der Verbotsverfügung weiter. Körting sagte dem Internetportal, das Verbot sei «vor dem Hintergrund einer entschiedenen Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen» zu sehen und «ein wichtiger Schritt zum Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung».

Körting ließ seit Monaten ein Verbot prüfen. Dem Bericht zufolge wurde die etwa 30-köpfige Kameradschaft am 1. Oktober 2008 in Berlin gegründet. Die Gruppierung knüpft laut Verfassungsschutz an den 1924 als Vorläufer der nationalsozialistischen «SA» gegründeten «Frontbann» an und erinnert in ihrer Aufbauorganisation, ihren Symbolen und dem Auftreten ihrer Mitglieder bewusst an ihr «historisches Vorbild».

Mit «Frontbann 24» war in Berlin seit den 2005 erlassenen Verboten der «Kameradschaft Tor Berlin» (KTB) und der «Berliner Alternative Süd-Ost» (BASO) erstmals wieder eine relevante rechtsextremistische Kameradschaft in Erscheinung getreten. Bei den Mitgliedern soll es sich überwiegend um Personen handeln, die eine rechtsextremistische Vergangenheit aufweisen und zum Teil als gewaltbereit einzuschätzen sind. Die Kameradschaft hatte dem Verfassungsschutz zufolge ihren regionalen Schwerpunkt im Ortsteil Schöneweide. (ddp)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
06.11.2009
21:44
Blockierter Kommentar.
von James.Brunt | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.11.2009
18:05
Blockierter Kommentar.
von Carl Martell | #16

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.11.2009
12:08
Berliner Innensenator verbietet Neonazi-Vereinigung
von Gesinnungsgenosse | #15

Ja, @dumm wie..,das wäre witzig,denn dann kann die Justiz sofort zugreifen!
Die Verbotsverfügung ist den Frontbann-Führungskadern Peter Dreisch und Gesine Hennrich am Donnerstag um sechs Uhr morgens von Staatsschutzbeamten überbracht worden
Jede erkennbare Ersatzorganisation, die sich unter anderem Label zu formieren versucht, ist gleichzeitig verboten.
Ansonsten kann ich jcm und bibibissig nur zustimmen:
Es gibt noch viele dieser braunen Terrorbanden - da wartet noch jede Menge Arbeit auf den Staaatsschutz.

06.11.2009
09:38
Blockierter Kommentar.
von | #14

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.11.2009
02:32
Blockierter Kommentar.
von | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.11.2009
00:28
Blockierter Kommentar.
von Kartoffel | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.11.2009
23:54
Blockierter Kommentar.
von | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.11.2009
23:13
Blockierter Kommentar.
von dumm wie ein linker | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.11.2009
19:36
Blockierter Kommentar.
von Klappe zu Affe Tod | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.11.2009
18:19
Blockierter Kommentar.
von Carl Martell | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/98584/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
UN-Sicherheitsrat tagt in Krisensitzung zu Syrien-Massaker
Syrien
Der UN-Sicherheitsrat wird sich nach Angaben von Diplomaten noch am Sonntag treffen, um über das Massaker im syrischen Hula mit mindestens 109 Toten zu diskutieren. Das Gremium werde sich um 20.30 Uhr deutscher Zeit treffen, hieß es.
Foto 4 Kommentare 4
Bruder von chinesischem Bürgerrechtler Chen aufgetaucht
Menschenrechte
Der Bruder des blinden chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng ist nach Angaben eines Menschenrechtsanwalts in sein Dorf im Osten Chinas zurückgekehrt. Chen war in der vergangenen Woche nach Peking gereist. Kurz darauf verschwand er.