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AfD-Politikerin will doch nicht auf Kinder schießen lassen

31.01.2016 | 14:09 Uhr
AfD-Politikerin will doch nicht auf Kinder schießen lassen
AfD-Politikerin Beatrix von Storch relativiert ihre extremen Forderungen nach Waffengewalt gegen Flüchtlingskinder. Foto: dpa

Berlin.  AfD-Chefin Petry fordert, dass an der Grenze im Extremfall auf Flüchtlinge geschossen wird. Ihre Stellvertreterin ist noch extremer.

In der Flüchtlingskrise überbieten sich AfD-Politiker derzeit mit extremen Forderungen. Nachdem sich Parteichefin Frauke Petry am Samstag dafür ausgesprochen hatte, im Extremfall an der Grenze auch auf Flüchtlinge schießen zu lassen, geht die Vorsitzende des Berliner Landesverbandes, Beatrix von Storch, noch weiter. Ihre Forderung: Im Zweifel müsse Waffengewalt auch gegen Frauen und Kinder eingesetzt werden.

„Menschen, die aus Österreich einreisen, haben kein Asylrecht“, schreibt von Storch in einem Facebook-Eintrag. Aus diesem Grund sei ihnen die Einreise zu verweigern. Wer die Grenze nicht akzeptiere, sei ein Angreifer. „Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen.“

Späte Einschränkung einer extremen Forderung

Damit unterstrich von Storch zunächst die Forderung von Parteichefin Petry. Auf die Frage eines Kommentators im sozialen Netzwerk, ob die AfD denn wolle, dass der Zutritt von Frauen und Kindern mit Waffengewalt verhindert werde, antwortete von Storch knapp: „Ja.“

Später relativierte sie diese Aussage. „Gegen Kinder ist der Schusswaffeneinsatz richtigerweise nicht zulässig. Frauen sind anders als Kinder verständig“, deshalb könne der Gebrauch von Waffen gegen sie „innerhalb der gesetzlich engen Grenzen“ zulässig sein. Eine Voraussetzung sei beispielsweise, dass zuvor ein Warnschuss abgegeben wurde.

Gabriel will AfD beobachten lassen

Petry hatte für ihre Forderung von vielen Seiten heftige Kritik erhalten. „Kein deutscher Polizist würde auf Flüchtlinge schießen“, sagte etwa der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek. Die Aussage der AfD-Vorsitzenden entlarve “radikales und menschenverachtendes Gedankengut“.

SPD-Parteichef Gabriel forderte mit Blick auf Petrys Forderungen, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. „Bei der AfD gibt es massive Zweifel, dass sie auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Republik steht“, sagte der Vizekanzler der „Bild am Sonntag“. (sah)

Kommentare
09.02.2016
07:42
Menschen, die aus Österreich einreisen...
von Plautzenpaul | #11

„Menschen, die aus Österreich einreisen, haben kein Asylrecht“, schreibt von Storch in einem Facebook-Eintrag.

DAS IST ABSOLUT KORREKT. In Österreich...
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AfD-Politikerin will doch nicht auf Kinder schießen lassen
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http://www.derwesten.de/politik/berliner-afd-chefin-will-auch-auf-kinder-schiessen-lassen-id11511878.html
2016-01-31 14:09
Politik