Berlin weist Forderung aus Moskau zurück

Berlin..  Die Friedensbemühungen für die Ukraine werden durch Äußerungen von Ministerpräsident Arseni Jazenjuk zum Zweiten Weltkrieg belastet. Vor einem Krisentreffen der Außenminister aus Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine wies die Bundesregierung gestern Forderungen aus Moskau zurück, sich von den Äußerungen Jazenjuks zu distanzieren. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte, die Bundesregierung habe keine „Auslegung“ abzugeben.

Jazenjuk hatte in den ARD-„Tagesthemen“ eine Parallele zwischen dem Bürgerkrieg in der Ostukraine und dem 2. Weltkrieg gezogen. „Wir erinnern uns alle sehr gut an die sowjetische Invasion in der Ukraine und in Deutschland“, hatte er gesagt. In Russland löste dies Proteste aus. Die russische Regierung schickte eine Verbalnote ans Auswärtige Amt.

Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, sagte, Jazenjuk könne „wie jeder Andere“ in Deutschland sagen, was er für angemessen halte.