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Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz

16.02.2010 | 17:54 Uhr
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz

Berlin.Genervte Nachbarn können in Berlin jetzt nicht mehr juristisch gegen Kindergeschrei vorgehen. Der Umweltsenat hat mit einer Gesetzesänderung den von Kindern verursachten Lärm am Dienstag als zumutbar eingestuft. Die FDP im Bundestag kritisiert den Berliner Alleingang.

Als erstes Bundesland räumt Berlin dem Lärm von Kindern per Gesetz ausdrücklich Schutz ein und gibt Nachbarn das Nachsehen. Von Kindern verursachte Geräusche seien „künftig auch juristisch als sozial adäquat und damit zumutbar zu beurteilen“, teilte der Umweltsenat am Dienstag mit. Eine entsprechende Änderung des Landes-Immissionsschutzgesetzes tritt demnach am (morgigen) Mittwoch in Kraft. Davon profitieren Kindertagesstätten und Freizeiteinrichtungen. Die FDP im Bundestag kritisierte einen Alleingang Berlins.

Senatorin Katrin Lompscher begrüße die Gesetzesänderung als positives Signal zugunsten der Kinder. „Denn Kinder, die in einem städtischen Umfeld gesund aufwachsen, können das nicht geräuschlos. Kinderlärm - ob auf Spielplätzen, in der Wohnung oder Kita - gehört zur kindlichen Entfaltung und Entwicklung dazu“, erklärte sie. “Selbst störende Geräusche von Kindern müssen demnach jetzt von den Nachbarn grundsätzlich als zumutbar hingenommen werden, wenn sie der kindlichen Entfaltung und kindgerechten Entwicklungsmöglichkeiten dienen. Kinder müssten aber auch lernen, auf die Bedürfnisse ihres Umfeldes Rücksicht zu nehmen, betonte der Senat.

Bundesweit geltende Regelung wünschenswert

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny erklärte zwar, sie „begrüße Initiativen, die darauf abzielen, Kinderlärm als Teil kindlicher Entwicklung zuzulassen“. Auch die Bundesregierung habe sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, Kinderlärm künftig so zu behandeln, dass er keinen Anlass zu Klagen mehr geben könne. Allerdings sei der „Berliner Alleingang das falsche Signal. Wenn sich jetzt jedes Bundesland individuell positioniert, ist der Sache am Ende mehr geschadet als gedient“, meinte Skudelny. Deutschland müsse insgesamt familienfreundlicher werden. „Daher sollte das Thema Kinderlärm in Bundeskompetenz behandelt werden. Sonst droht eine Zersplitterung der Rechtslage und vielleicht eine Spaltung in kinderfreundliche und kinderunfreundliche Bundesländer.“ (apn)

DerWesten

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Kommentare
17.02.2010
20:47
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von dongiovanni | #14

@ 12
Genau dieses Verhalten zeigt, so ein Urteil stützt die falschen Eltern, denen Rücksichtnahme ein Fremdwort ist und die meist selber ihren Kindern ein unsoziales Verhalten vorleben. Was soll aus Zilles-Milieu auch schon positives kommen.

17.02.2010
08:51
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von Name. | #13

Traurig das man darüber überhaupt reden muss und vor allem das man dafür Gesetze braucht.
Kinder sind und waren schon immer lauter. Völlig normal. Wer damit nicht klar kommt, soll weg ziehen und nicht umgekehrt. Die meisten Menschen die sich über sowas aufregen, regen sich ehe von Natur aus über alles auf. Wenn die ihr tägl. Maß an Merkern nicht bekommen sind sie halt unglücklich.

Wir hatten auch mal so einen in der Nachbarschaft, der sich aus Prinzip über alles aufgeregt hat. Nach dem er div. Kleinkinder zur Sau gemacht hat, weil die mit Kreide auf einer öffentl. Straße gemalt haben, wurde den Kindern mal der Tip gegeben, dass der von 1-3 immer Mittagschlaf hält. In den nächsten Wochen war zwischen 1-3 quasi Straßenkarneval. Der Typ hat nie wieder was gesagt...

17.02.2010
08:20
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von krisenmanager | #12

@4
Kein Problem, wir wohnen in einer Einfamilienhaussiedlung, meine Kinder haben ca. 1700 m² zum spielen.
Nörgelnde Paare ohne Kinder gibt es hier nicht.

Mietwohnungen oder Häuser gibt es auch keine.
So werden meine Kinder von Ihnen persönlich verschont.

Gesunder Menschenverstand und Einfügen ist das Stichwort.

17.02.2010
07:20
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von Kinderlärm ist Zukunftsmusik | #11

#9 Cal
Katheogie 2 scheint dann doch eher die Beschreibung ihres Bildungsniveaus zu sein. Und vll. verarbeiten sie ihren offenbar sexuellen Frust am besten mit dem Zeugen eigener Kinder.
Wir danken für das Gespräch.

17.02.2010
07:00
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von Cal | #10

Die Kinder der Katheogie 2 verprügeln höchstens Rentner, aber sind mit Sicherheit nicht geeignet oder willig für den Pflegedienst.

So wie sie zu Kinderzeiten Nachbarskinder verprügelt haben un ddafür gesorgt haben, das Teile der Gegend und oft auch Jugendeinrichtungen bis hin zu Schulen quasi No-Go-Areas sind.

17.02.2010
06:50
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von Kinderlärm ist Zukunftsmusik | #9

An die Tetzlaffs hier:
Dieser Kinderlärm ist Garant dafür, daß ihnen im Greisenalter jemand ihr Erbrochenes vom Mund abwischt.
Also: nicht vergessen und vor Freude hüpfen, wenn sie ein Kind toben hören, gelle?

16.02.2010
20:12
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

16.02.2010
20:05
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von Sandra Oberhausen | #7

Kinder müssen erzogen werden.
Zur Erziehung gehört die Rücksichtnahme auf andere.

Viele Eltern setzen gerade ihre Kinder auch als eine Art Waffe gegen ihre Nachbarschaft ein.
Mit dieser neuen regelung werden diese unschuldigen Kinder zu egoistischen Terrorblagen herangezüchtet.
So etwas braucht die Menschheit nicht. Wir haben schon genug Terror.

16.02.2010
19:38
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von Holz-Auge | #6

Kinderlärm hin Kinderlärm her, aber in sehr vielen Fällen hat man es nicht mit Kindern, sondern mit verzogenen Affen zu tun.Und das liegt nur an den Eltern.

16.02.2010
17:48
Berlin stellt Kinderlärm unter Schutz
von Cal | #5

Um es noch einmal zu unterstreichen:
Kinderlärm ist nicht gleich Kinderlärm.

Das Kinderspiel mit erhöhtem Geräuschpegel begleitet wird ist natürlich und ich denke auch für die wenigsten leute störend.

Das Problem sind bis zur Hysterie aggressive Blagen, deren Spiel aus Zerstörung und Randale - gegen Sachen wie auch andere Kinder besteht.

Im Gegensatz zu ersterem oben wird das eben nicht so einfach Teil der natürlichen und damit für den Betrachter stressfreien Grundakustik.

Und entsprechend sind die Eltern, so dass auf Einsicht oder gar Einwirkung von deren Seite nicht zu hoffen ist.

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