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Syrien

Berichte über Massenexekutionen in syrischer Stadt Homs

02.03.2012 | 12:55 Uhr
Berichte über Massenexekutionen in syrischer Stadt Homs
Ein Bild der Zerstörung in Syrien. Foto: Reuters

Genf/Beirut/Brüssel/Moskau.   Berichte über Massenexekutionen in Homs beunruhigen die Vereinten Nationen über die Lage in der bis Donnerstag belagerten syrischen Stadt. Die in Homs verletzten französischen Journalisten Edith Bouvier und William Daniels konnten das Land nach Angaben der französischen Regierung verlassen.

Nach bislang unbestätigten Berichten über Massenexekutionen in Homs haben sich die Vereinten Nation beunruhigt über die Lage in der bis Donnerstag belagerten syrischen Stadt gezeigt. Die Hinweise auf die Tötungen würden nun überprüft, sagte Rupert Colville, der Sprecher der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay. Das Kommissariat habe Berichte über „schreckliche Massenexekutionen“ unter anderem von 17 Menschen im Stadtteil Baba Amr erhalten. Nach wochenlanger Belagerung hatten sich die Aufständischen am Donnerstag aus der Protesthochburg zurückgezogen.

Hilfslieferungen sind unterwegs

Inzwischen ist nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ein Konvoi mit Hilfslieferungen in Richtung der syrischen Stadt Homs aufgebrochen. Bei der Lieferung handele es sich um sieben Lastwagenladungen Lebensmittel und weitere Hilfsgüter, sagte IKRK-Sprecher Hicham Hassan. Sobald wie möglich wollten die Hilfskräfte auch in den zuvor belagerten Stadtteil Baba Amr vordringen. Am Donnerstag hatten sich die Aufständischen aus dem Viertel zurückgezogen.

Französische Journalisten auf dem Heimweg

Die in Homs verletzte französische Journalistin Edith Bouvier und ihr Landsmann William Daniels haben nach Angaben des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy Syrien verlassen. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel erklärte Sarkozy am Donnerstag, die beiden Journalisten seien in den Libanon gebracht worden. Sarkozy machte keine Angaben darüber, wie Bouvier und Daniels aus Homs entkamen.

Bouvier und Daniels waren in der vergangenen Woche bei einem Raketenangriff auf ein improvisiertes Pressezentrum in dem umkämpften Stadtviertel Baba Amr in Homs verletzt worden. Die für die Londoner „Sunday Times“ tätige US-Journalistin Marie Colvin und der französische Fotograf Remi Ochlik wurden bei dem Angriff getötet.

Putin kritisiert Oppositionshilfe

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin verteidigte unterdessen die Haltung seines Landes zu Syrien und kritisierte, die westliche Unterstützung für die Opposition heize den Konflikt an. Sowohl die Streitkräfte der Regierung von Baschar Assad als auch die Kämpfer der Opposition müssten sich aus den Städten zurückziehen, um das Blutvergießen zu beenden, forderte Putin am Freitag. (dapd)

dapd



Kommentare
03.03.2012
17:16
Berichte über Massenexekutionen in syrischer Stadt Homs
von Cindy1404 | #3

Genauso wie in GROSNY.
Haben das alle schon vergessen ?

03.03.2012
16:09
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.03.2012
00:19
Berichte über Massenexekutionen in syrischer Stadt Homs
von altid | #1

es ist schon erstaunlich, wieso der Westen keine neutrale Haltung einnehmen kann.
Wie das Beispiel Libyen zeigt, ist das Ghaddafi-Regime nun lediglich gegen eine andere
Despotie ausgetauscht worden.
Und den Menschen geht es allgemein schlechter.

Sind unsere Politiker eigentlich noch bei Verstand oder sind das alles Pathologen?

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