Berichte aus dem Kriegsgebiet

Neukirchen-Vluyn..  Die Waffenruhe im Osten der Ukraine wird immer brüchiger, die Kämpfe im Kriegsgebiet Donbass nehmen wieder zu. Die Regierung in Kiew und die Separatisten beschuldigen sich gegenseitig, gegen den Mitte Februar vereinbarten Waffenstillstand zu verstoßen, auf internationaler Ebene dauern die Verhandlungen an. Seit dem Ausbruch des Konflikts im April vergangenen Jahres sind über 6000 Menschen getötet worden, das Verhältnis des Westens zu Russland ist so eisig wie im Kalten Krieg.

Stefan Scholl hat im vergangenen Jahr immer wieder für die NRZ aus der Konfliktregion berichtet. Der 52-Jährige ist seit 17 Jahren Korrespondent in Russland. Am Donnerstag, 28. Mai , kommt er im Rahmen unserer Reihe „Korrespondenten ganz nah“ nach Neukirchen-Vluyn. Scholl wird an diesem Abend von seinen Erlebnissen und Begegnungen auf seinen Recherchereisen in der Ostukraine berichten, aber auch die Hintergründe des Konflikts und seine Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen dem Westen und Russland beleuchten. Ist der Konflikt Ausdruck imperialer Bestrebungen Russlands? Oder hat der Westen seine Einflusssphäre über Gebühr ausgedehnt und den Ausbruch des Konflikts in der Ostukraine provoziert? Wie kann der Konflikt gelöst werden? Wie sieht die Zukunft der Ukraine aus? Darüber wird Scholl mit Christian Peters, Mitglied der NRZ-Chefredaktion, und dem Publikum diskutieren.

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