Berg-Sägen

Es war wieder schön in den Bergen, vier Tage mit dem Kumpel, den man seit dem ersten Schultag Freund nennt, dazu Schnee, dann und wann auch Sonne, nach getaner Arbeit auf den Brettern ein Bier oder auch mehr oben auf der Hütte – es gibt weitaus härtere Wege, seinen lieben langen Tag zu verbringen. Leichte Eintrübungen indes gab es in den Nächten, und das nicht nur, weil leise Neuschnee fiel. F. schnarcht, das ist gewiss und es gibt auch nichts daran zu deuteln. Wie sonst hätte es die Wachphasen etwa in der zweiten Nacht ab 2.15, 3.13, 4.54 und auch um 6.22 Uhr gegeben? Aber F., dieser dreiste Hund, bestreitet, auch nur eine Minute zu schnarchen. Dies sei ihm leider unmöglich, weil man nur schnarchen könne, wenn man auch schlafe. Wie das aber gelingen solle, teile man ein Zimmer mit einem ausgewiesenen Schnarcher wie nun einmal seine Begleitung, also ich, einer sei, also das, das müsse ihm schon erklärt werden. Am dritten Tag wurden wir der Diskutiererei müde und ließen es sein. F. aber schnarchte weiter. So viel steht fest...