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Berechtigte Sorgen wegen Atommeilern

12.03.2010 | 17:37 Uhr

Eine Debatte über die Zukunft von Atomstrom ist in Deutschland immer stark emotional gefärbt. Einmal ist da die weltweit und wohl bis auf weiteres ungelöste Frage, wie hochradioaktiver Atommüll sicher gelagert werden kann.

Und dann sorgt Atomstrom bei den großen Energiekonzernen für stetig sprudelnde Gewinne, da der Reaktorenbau finanziell längst verdaut ist. So eine lukrative Geldquelle schaltet niemand ab, wenn er nicht dazu gezwungen wird.

Die Kritik der Stadtwerke an der Laufzeitverlängerung von Atommeilern darf daher nicht vorschnell zunichte gemacht werden. Denn ihre Sorgen sind berechtigt. Warum sollte ein börsennotierter Konzern gerade in unsicheren Krisenzeiten sofort viele Milliarden zum Beispiel in Windkraft oder Solarenergie stecken, wenn er länger als geplant mit Atomstrom satte Gewinne erzielt?

Schließlich haben sich RWE und Eon erst und spät der Ökostrom-Erzeugung zugewandt – als sie für den Ausstoß von Millionen Tonnen CO2 zahlen mussten und als der deutsche Atomausstieg gesetzlich verankert wurde. Eine so massive Energiewende, wie sie ansteht, erfolgt nicht nur mit gutem Willen. Politischer Druck ist nötig – und kritische Diskussionen über die Branche hinaus.

Sabine Brendel

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Kommentare
14.03.2010
12:21
Berechtigte Sorgen wegen Atommeilern
von Horst Trampedach | #2

Hier in Herne erzählt ein Herr Koch davon, dass trotz sinkendem Absatz die Gewinne gestiegen sind. Wie wurde dies erreicht: Personalentlassungen, Gehaltskürzungen, Preiserhöhungen. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht.
Und dann zu sagen, dass ich dem Gaskunden, der im Winter wegen der hohen Kosten nicht mehr heizen kann, einfach nur klarmachen muss, dass er friert, damit die Bundesligaprofis einen warmen Po behalten, oder die öffentlichen Nahverkehrsunternehmen Geld ausgeben, welches Sie nicht haben, dann halte ich dies für einfach eine unmögliche Argumentation.

12.03.2010
20:19
Berechtigte Sorgen wegen Atommeilern
von Holländer | #1

Schade, dass wieder garnicht von den Kostenbelastungen für die Verbraucher die Rede ist.
Die Big 4 der Energiewirtschaft machen zusammen ca. 20 Milliarden Eu. Gewinn p.a. , bei 40 Millionen Haushalten sind dass immerhin 500 Eu. pro Haushalt, eine schöne Reise, die den seit über 10 Jahren unter zürückgehender realer Kaufkraft leidenden Menschen, da wieder weggenommen wird.
Und die neunmalklugen Politiker planen schon wieder neue, belastende Ökoabgaben zulasten der Bürger, nicht der Konzerne.

Gerade der rot-grünen SPD Regierung seit 99 haben wir die Kombination von Ökosteuerbelastungen u. nichtregulierten Preissteigerungen der Energiemonopole zu verdanken; wieder so ein Geniestreich von den Genossen der Bosse Clement, Schröder u. Co.
Der neue RWEchef Grossmann ist auch eng verbandelt mit der SPD-Kamarilla seiner Heimat Niedersachsen, Filz u. Begünstigung auf Kosten der Bürger überall, u. die SPD überall an vorderster Stelle, komisch das ist doch angeblich die Kümmererpartei der kleinen Leute ?

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