Benzinpreis-Vergleich per Handy könnte bald möglich sein
12.10.2012 | 18:04 Uhr 2012-10-12T18:04:00+0200
Berlin. Autofahrer hoffen schon seit längerer Zeit auf eine Online-Datenbank mit den aktuellen Spritpreisen. Jetzt wächst der Druck auf die Bundesregierung. Selbst die Mineralöl-Industrie und das Bundeskartellamt haben keine Bedenken mehr gegen ein öffentlich zugängliches Preisportal.
Bewegung in der Benzinpreis-Debatte: Können Autofahrer bald per Handy oder Navi zuverlässig die günstigste Tankstelle in ihrer Umgebung ermitteln? Der Druck auf die Politik zum Aufbau einer öffentlichen Internet-Datenbank mit den Benzinpreisen aller Tankstellen in Deutschland wächst.
Bundesregierung will Benzinpreis nicht für Verbraucher vergleichbar machen
Nach WAZ-Informationen dringen das Bundeskartellamt, die Monopolkommission der Regierung und sogar die Mineralölindustrie gegenüber dem Bundestag auf ein öffentliches Preis-Portal mit Meldepflicht für Tankstellen.
Damit gerät die Bundesregierung unter Druck, ihren Widerstand gegen ein Info-Portal aufzugeben. Nach ihrem Gesetzentwurf sollen zwar Tankstellen ihre Preise einer Transparenzstelle beim Kartellamt melden – allerdings nicht in Echtzeit und ohne einen Zugang für Verbraucher.
Bundesregierung befürchtet Schaden für freie Tankstellen
Eine Datenbank bringe wenig, könne aber den freien Tankstellen schaden, so die Regierung. Für die großen Konzerne werde es noch leichter, Freie durch Preisunterbietung aus dem Markt zu drängen.
Diese Position wird aber auch in der Koalition kritisiert: Verbraucherpolitiker von Union und FDP plädieren in einem Antragsentwurf für ein Internet-Meldesystem. Auch der Bundesrat hat sich schon für eine Preis-Datenbank ausgesprochen.

08:45
...wär Hammer.Bis jetzt kann mein Handy nur nämlich nur telefonieren.
20:48
wo haben die Leute die solchen Schrott von sich geben die letzten zehn Jahre verbracht -
im Knast ?
nuja wäre durchaus denkbar wenn man sieht was die so verzapfen......
20:35
Entsetzlich..
17:46
Das kurbelt bestenfalls den Verkauf von Handys und den Profit von Netzanbietern an, sonst nichts.
Sie haben von Smartphones nicht wirklich Ahnung?
Dazu muss man kein neues Handy kaufen. Außerdem sind Smartphones immer im Internet, sodass dadeurch der Profit von Netzanbietern nicht steigt, sondern eher im Gegenteil.
Bitte informieren sie sich doch einfach bevor sie etwas schreiben! Oder haben sie Angst, dass wenn sie googlen damit den profit der Provider anzukurbeln? :-)
Und wenn ich nunmal kein Smartphone habe, was dann?
Dann investiere ich Hunderte Euronen um einen Cent beim Liter Sprit zu sparen. Sehr lukrativ.
Es gibt immer noch Menschen, die nutzen ein Handy dafür, wofür sie geschaffen sind, nämlich zum telefonieren :O
Sehr guter Kommentar!
Sie müssen sich kein neuse Handy kaufen. Man kann sich die Benzinpreise auch im Internet anschauen.
Aber entweder ist es Ihnen egal was Benzin kostet oder Sie haben kein Auto, (vermutlich beides) sonst würden Sie nicht so merkwürdige Kommentare absondern.
Sie und Herr Wohlzufrieden wären die optimalen Kunden einer gierigen Mineralölindustrie, wenn sie denn ein Auto hätten. :-)
17:12
Ich nutze die iPhone-App "mehr tanken". Funktioniert gut und ist recht zuverlässig.
Mann kann damit schon mal 10 € bei einer Tankfüllung sparen.
Kann ich nur empfehlen.
16:46
Sehr Gute!!
Um 1 - 2 Cent zu sparen, zahle ich dann jeden Monat 30,00 bis ........ Euro für einen Internet Anschluss?
Man mag es nicht glauben, es gibt Menschen die haben einfach nur ein Mobiltelefon zum Telefonieren.
13:28
Die Preisgestaltung an den Tankstellen funktioniert über eine Art "Meldesystem". Der Tankstellenbetreiber meldet der Zentrale die Preise der Konkurrenz und beantragt dann entsprechend zu senken oder zu erhöhen.
Der Tankstellenbetreiber hat natürlich ein Interesse daran, seinen Sprit möglichst günstig anzubieten, die Mineralölkonzerne aber eher nicht, oft beauftragen die Tankstellenbetreiber auch Freunde, Verwandte und Stammkunden, die aktuellen Preise der Konkurrenz zu notieren. Da wird auch gerne mal um einen Cent geschummelt, um günstigere Preise zu erzeugen. Intern wird das Problem "Pricing-Betrug" genannt (So wird es zumindest bei BP/Aral genannt).
Wundert es dann noch jemanden, dass die Konzerne nichts gegen eine solche App einzuwenden haben?
12:42
Die Politik-Interessen sind größer als die bürgernahe Transparenz. Wen wundert es, wenn Schwarz-Gelb regiert? Das können die Bürger 2013 ändern. Hoffentlich. Die Preisabzocke bei allen Energien int unzumutbar.
12:04
Alles Augenauswischerei!
Der Staat hat überhaupt kein Interesse, mit jedem Cent mehr nimmt er mehr Steuern ein!
11:32
die Bundesregierung sollte mir besser mal erklären, wie es möglich ist, dass am Freitagabend um 19.00 Uhr der Diesel 1,45 €, am Samstagmorgen 1,56 € kosten kann. Gegen diese Abzocke hilft auch kein App, sondern nur ein hartes Durchgreifen gegen ein Kartell der Mineralölfirmen. Komisch, dass nämlich alle drei Tankstellen am Ort diesen nächtlichen Preissprung mitgemacht haben.