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Belgischer Politiker ruft zum Mord an Michelle Martin auf

29.08.2012 | 11:14 Uhr

Nach der vorzeitigen Haftentlassung der Kinderschänderin und Dutroux-Komplizin Michelle Martin treibt die öffentliche Entrüstung in Belgien makabere Blüten.

Brüssel (dapd). Nach der vorzeitigen Haftentlassung der Kinderschänderin und Dutroux-Komplizin Michelle Martin treibt die öffentliche Entrüstung in Belgien makabere Blüten. Der flämische Parlamentarier Jurgen Verstrepen rief indirekt zum Auftragsmord auf: "Ohne zu scherzen, wenn wir zusammenlegen (öffentliche Beiträge), können wir einen Albaner finden und ihn dafür bezahlen, dass er Michelle Martin kalt macht (...) Kandidaten?", fragte der Politiker der rechtspopulistischen "Liste Dedecker" auf seinen Twitter- und Facebook-Seiten. Später fügte er hinzu: "Wenn ich es mir recht überlege, die Albaner sind zu teuer geworden - ein Junkie würde es für weniger machen."

Politiker anderer Parteien verurteilten Verstrepens Kommentare als inakzeptabel und unverantwortlich. Martin und ihr Ex-Mann Marc Dutroux hatten zusammen sechs Mädchen zwischen 8 und 19 Jahren entführt, vier der Opfer starben in der Gewalt des Paares. Am Dienstag wurde Martin nach 16 Jahren hinter Gittern unter Auflagen freigelassen - und damit 14 Jahre früher als ursprünglich vorgesehen.

(Link zur Twitter-Seite Verstrepens: https://twitter.com/verstrepen )

(Link zu seinem Facebook-Profil: http://www.facebook.com/jurgen.verstrepen )

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dapd

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