Behörden-Mitarbeiter sind häufiger krank

Düsseldorf..  Die Mitarbeiter der Landesverwaltung sind deutlich häufiger krank als der Durchschnitt der Beschäftigten in NRW. 2013 stieg die Quote der attestpflichtigen Krankentage um ein Zehntel auf 6,26 Prozent. Die Krankenquote von gesetzlich Versicherten bei DAK und Techniker-Krankenkasse stieg leicht auf vier Prozent. In einem Bericht der Landesregierung erwartet NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), dass der Krankenstand in der Landesverwaltung aufgrund des zunehmenden Alters der Beschäftigten künftig „tendenziell steigen wird“. Insgesamt waren die 143 716 Beschäftigten in der Landesverwaltung im Jahr 2013 rund 18 Tage krank.

Die Krankenquote in der Landesverwaltung liegt im einfachen Dienst am höchsten (11,4 Prozent), im mittleren Dienst (8,9), gehobenen Dienst (7,1) und im höheren Dienst (4,0) niedriger. Tarifbeschäftigte (8,8) waren häufiger krank als Beamte (7,1). Eine Ursache für den hohen Krankenstand in der Landesverwaltung sieht Jäger darin, dass der Anteil älterer Mitarbeiter über 55 Jahre im Vergleich zu allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in NRW deutlich höher liegt. Während außerhalb der Behörden 16,3 Prozent der Beschäftigten älter als 55 sind, waren es in der Landesverwaltung 2013 bereits 21,4 Prozent.