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Beatrix von Storch hat abstruse Erklärung für Schießbefehl

08.02.2016 | 16:47 Uhr
Beatrix von Storch hat abstruse Erklärung für Schießbefehl
Beatrix von Storch findet im „Spiegel“ eine Erklärung für ihren umstrittenen Facebook-Post.Foto: dpa

Berlin.  Erst fordert Beatrix von Storch auf Facebook, auf Flüchtlinge zu schießen. Dann rudert sie zurück. Schuld am Post ist nun die Technik.

Die Technik ist Schuld. Zumindest wenn es nach Beatrix von Storch geht. Erst fordert die Vizechefin der Alternative für Deutschland (AfD), an den Grenzen auf Flüchtlinge zu schießen. Dann rudert sie zurück – und findet eine abstruse Erklärung für ihren Schießbefehl.

In der vergangenen Woche musste Beatrix von Storch viel Kritik einstecken. Der Grund: Ihr Ruf nach einem Schießbefehl an der deutschen Grenze. Auf die Frage eines Facebook-Users, ob sie Frauen mit Kindern mit Waffengewalt vom Grenzübertritt abhalten wolle, hatte die AfD-Politikerin mit „Ja“ geantwortet. Zuvor hatte schon Parteichefin Frauke Petry in einem Interview gefordert, die illegalen Grenzübertritte von Flüchtlingen mit Waffengewalt zu verhindern.

Die Forderungen der AfD-Politikerinnen lösten eine Welle der Empörung aus. Von Storch ruderte teilweise zurück, blieb aber bei der Aussage, Gewalt gegen Mütter sei legitim: „Gegen Kinder ist der Schusswaffeneinsatz richtigerweise nicht zulässig. Frauen sind anders als Kinder verständig.“

Von Storch „auf Computermaus abgerutscht“

Im Interview mit dem „Spiegel“ gibt von Storch nun zu, „Mist gebaut“ zu haben. Sie hätte nur ihrer Parteichefin Frauke Petry „helfen wollen“. Sogar eine abstruse Erklärung für ihren Facebook-Post von vergangener Woche findet die Europapolitikerin. So habe sie aus Versehen gefordert, auf Frauen und Kinder zu schießen. Das sei ein „technischer Fehler“ gewesen: Sie sei auf ihrer Computermaus „abgerutscht“.

In den sozialen Netzwerken sorgt Beatrix von Storchs „Mausrutscher“ für viel Spott. Ein Nutzer wundert sich über diese kreative Ausrede: „Manche Ausreden sind schlimmer als die Taten, die sie rechtfertigen sollen.“ Ein anderer Twitter-User denkt über eine neue Form von Ausreden nach: „Da bin ich mit der Maus abgerutscht.“ Oder auch: „Hab ich mich verstorcht.“

Ein Twitter-User fragt ganz ironisch: „Wem ist das nicht schon passiert? Einfach mit der Maus abgerutscht und dann steht da „auf Kinder schießen“.“ Während ein anderer Twitterer an die arme Maus denkt: „Niemanden interessiert es, wie es der Maus geht. Hast Du dich verletzt, kannst Du noch rutschen?“

 

Jana Hannemann

Kommentare
11.02.2016
02:11
Beatrix von Storch für Schießbefehl
von WATkommichher | #86

Die Aussage ist nun mal in der Welt. Und wenn sie in anschließenden Interviews wiederholt oder noch bekräftigt wird - Frau Storch, da hilft dann auch...
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Beatrix von Storch hat abstruse Erklärung für Schießbefehl
Beatrix von Storch hat abstruse Erklärung für Schießbefehl
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2016-02-08 16:47
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