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Waffengesetz

Barack Obama fordert Verbot von Sturmgewehren - Waffenlobby "empört"

16.01.2013 | 07:20 Uhr
Barack Obama fordert Verbot von Sturmgewehren - Waffenlobby "empört"
Der Verkauf von Sturmgewehren soll verboten werden. US-Präsident Barack Obama stellt am Mittwoch seine Pläne für die Verschärfung des Waffenrechts.Foto: dpa

Washington.  US-Präsident Barack Obama stellt seine Pläne für die Verschärfung des Waffenrechts vor. Unter anderem fordert Obama das Verbot von Sturmgewehren. Zudem soll psychisch Kranken der Zugang zu Waffen erschwert werden. Die Vorgeschichte der Käufer soll stärker überprüft werden. Die Waffenlobby NRA ist "empört" und läuft Sturm gegen eine Verschärfung der Gesetze.

Gut einen Monat nach dem Amoklauf von Newtown stellt US-Präsident Barack Obama am Mittwoch seine Pläne für ein schärferes Waffenrecht vor. US-Medien zufolge will Obama unter anderem ein Verbot von Sturmgewehren und eine stärkere Kontrolle von Waffenkäufern erreichen. Das Parlament im Bundesstaat New York handelte bereits - und erließ am Dienstag das strengste Waffengesetz der ganzen USA.

Mit den von einer Arbeitsgruppe um Vizepräsident Joe Biden ausgearbeiteten Empfehlungen könnten Tragödien wie in Newtown in Zukunft verhindert werden, teilte Obamas Sprecher Jay Carney mit. An der Vorstellung der Pläne um 11.45 Uhr (Ortszeit, 17.45 Uhr MEZ) sollen auch Kinder teilnehmen, die dem Präsidenten nach dem Amoklauf Briefe geschrieben haben. Bei der Bluttat an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown waren am 14. Dezember 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden. Der Täter, der zuvor zuhause auch seine Mutter ermordet hatte, tötete sich anschließend selbst.

Vorgeschichte von Waffenkäufern stärker überprüfen

Obama hatte nach dem Amoklauf die Arbeitsgruppe um Biden eingesetzt. Anfang der Woche erhielt er die Vorschläge, zu denen laut Berichten von US-Medien eine Neuauflage des 2004 ausgelaufenen Verbots von halbautomatischen Schusswaffen sowie ein Verkaufsverbot für Magazine mit großer Patronenzahl gehören sollen. Außerdem soll die Vorgeschichte von Waffenkäufern stärker überprüft werden.

Diese Änderungen bedürfen allerdings der Zustimmung durch den Kongress, wo sich die Republikaner Einschränkungen beim Waffenrecht traditionell widersetzen. Die mächtige Waffenlobby NRA läuft Sturm gegen eine Verschärfung der Gesetze. NRA-Chef David Keene sagte dem Nachrichtensender CNN am Sonntag, dass er nicht mit einem Erfolg der Initiative rechne.

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Kommentare
17.01.2013
08:01
Barack Obama fordert Verbot von Sturmgewehren - Waffenlobby
von KuKu | #15

Demnächst in einem Einkaufszentrum in den USA: Alle tragen Waffen. Einer dreht durch und schießt um sich. Alle anderen ziehen nun ihre Waffen und...
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2013-01-16 07:20
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