Bätzing will Komasaufen zum Unterrichtsthema machen
16.07.2009 | 17:52 Uhr 2009-07-16T17:52:00+0200Berlin. Die Zahl der Jugendlichen, die nach Saufgelagen im Krankenhaus landen, ist dramatisch gestiegen. Die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing will das Problem Koma-Trinken deshalb zum Unterrichtsthema machen. Vorbild dafür ist Großbritannien.
Schulen müssen nach Ansicht der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing besser und früher über Alkoholmissbrauch aufklären. «Wir können uns in dieser Frage auch an Großbritannien orientieren», sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Dort werde in einem speziellen Fach «Lebenskompetenz» vermittelt, nicht nur in Sachen Alkoholkonsum, sondern auch bei Ernährung und bei sozialen Problemen, sagte Bätzing.
«Auch in der Lehrerausbildung werden solchen Themen überhaupt nicht berücksichtigt», sagte das Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg. Zusammen mit der Drogenbeauftragten stellte er Konzepte zur Vernetzung der Präventionsarbeit in Kommunen vor. Die Kooperation zwischen Schulen, Vereinen, Kindergärten, Jugendämtern und den Eltern solle verbessert werden.
Die Aufklärung über Gefahren von Alkoholmissbrauch müsse schon bei Kindern beginnen und sich «wie ein roter Faden» durch die Ausbildung ziehen, forderte Bätzing. «In der neunten Klasse im Biounterricht über Alkohol zu sprechen, ist eindeutig zu spät.»
Krankenkassen sollen in Prävention investieren
Eine bessere Prävention ist Landsberg zufolge «nicht zum Nulltarif» zu haben. «Da könnten die Krankenkassen eine Menge mehr tun», sagte der Städtebundvertreter. Die Kassen gäben zurzeit nur 18 Cent pro Versichertem für Vorsorge aus. Dies müsse gesteigert werden, um die Kommunen etwa mit Infomaterial oder Filmen bei ihren Kampagnen zu unterstützen.
Als eine Ursache für das gestiegene Rauschtrinken bei Kindern und Jugendlichen benannten Bätzing und Landsberg unter anderem die schwindende Jugendarbeit der Kommunen. «Wenn ich vor Ort kein Jugendzentrum mehr habe, muss ich mich nicht wundern, dass die Jugendlichen mit dem Sixpack zum Bushäuschen ziehen», sagte die Drogenbeauftragte.
Landsberg erklärte, dass die Kommunen rechneten wegen der Wirtschaftskrise für das kommende Jahr mit hohen Steuerausfällen. Dies erschwere das Engagement weiter.
Testkäufe von Polizeischülern
Angesichts der drastisch gestiegenen Zahlen zum Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen mahnte die Drogenbeauftragte erneut zu einer strengeren Umsetzung des Jugendschutzes. Bätzing zufolge ist der Alkoholkonsum von Jugendlichen in den Jahren 2000 bis 2007 um 143 Prozent gestiegen. Erstmals tranken sich mehr junge Mädchen als Jungen in einen starken Rausch.
Landsberg forderte, Alkohol-Testkäufe von Jugendlichen zuzulassen, um zu überprüfen, ob an der Kasse ein Alternachweis verlangt werde. «Warum soll ein 17-jähriger Polizeischüler nicht solche Testkäufe machen dürfen», sagte Städtebundvertreter. In der Schweiz habe man mit dieser Methode positive Erfahrungen gesammelt. (ap)

08:05
Alkohol ist - Suchtmittel sind - seit Jahren in den Lehrplänen auf die ein oder andere Weise vertreten.
Da aber pubertierende Jugendliche per Definitíon und allen Zeitungsberichten zum Trotz unbesiegbar und wir Erwachsene sowieso nur blöde Spaßbremsen sind, erlaube ich mir im Unterricht an passenden Stellen oder auf Nachfragen von Schülern drastische Bonmots, die sich ins Gedächtnis eingraben, zum Beispiel (so von mir verwendet im Fach Biologie am Ende von Klasse 6, Themenkreis Pubertät und Sexualität):
Bei nem Kerl im Koma läuft nix mehr, da is tote Hose inne Hose. An nem Mädchen im Koma kann sich ne ganze Horde angeheizter Kerle ihren Spaß machen. Sie merkt es vielleicht erst ein paar Wochen später - mit Folgen für die nächsten mindestens 18 Jahre
Es bringt einige Youngster zum Nachenken
12:51
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
12:51
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
12:49
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
11:41
Bätzing will Komasaufen zum Unterrichtsthema machen
die reporter haben wohl bei der bloed zeitung gelernt
bei diesem ernsten thema sollten doch auch die reporter schon bei der ueberschrift sich ein paar gedanken machen
die dame schiest zwar oft ueber das ziel hinaus aber dieses mal nicht
21:07
In der neunten Klasse im Biounterricht über Alkohol zu sprechen
in der 7 Klasse, im Chemieunterricht, selbst destilieren finde ich sinnvoller und auch günstiger..
20:49
Bätzing will Komasaufen zum Unterrichtsthema machen
Und wieder was neues von Frau Bätzing.
HÄTTE DIE REGIERUNG NICHT ERST ALLE GELDER FÜR JUGENDARBEIT RIGOROS ZUSAMMENGSTRICHEN, DANN BRÄUCHTEN DIESE LEUTE HEUTE KEINE GEDANKEN ÜBER KOMASAUFEN ZU MACHEN...
17:44
Komasaufen soll gemeinsam mit dem Sexualkundeunterricht abgehalten werden. Erst werden die Jugendlichen mal so richtig abgefüllt und dann rappelt`s im Karton! Und die Moral von der Geschicht: Hättet ihr im Sauf-Unterricht nicht so viel gesoffen, dann wüßtest Du vielleicht, wer der Vater deines ungeborenen, alkoholgeschädigten Kindes ist.
Schöner Hinweis auf das Menthanol übrigens - parallel könnte man ja noch den billigen Fusel chemisch analysieren und den Kids das Rüstzeug zum selber distillieren an die Hand geben. Dann lernen die wirklich noch was für`s Leben.
17:31
Sogar ein Bundeskanzler hatte den Namen Whisky Willi,aber nun mochte man alles verbieten ,als nächstes ****** verboten
17:28
Es soll doch auch ein Fach Sexualkundeerziehung- Verhütung o. ä. geben.
Wieso nimmt dann die Zahl der schwangeren,minderjährigen Müttern zu ?
Haben das Fach vmtl. abgewählt und sich sofort in der Praxis geübt. Praxisgerechtes Leben für ein verpfuschtes Leben ?