Auto-Aufbrüche in NRW bleiben meist ungeklärt

Düsseldorf..  Nicht einmal jeder zehnte Diebstahl an und aus Fahrzeugen in NRW konnte im ersten Halbjahr 2014 aufgeklärt werden. Diese Zahlen nannte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD). Im Ruhrgebiet ist die Aufklärungsquote noch deutlich schlechter. Hier kann in vielen Städten nur jeder 20. Aufbruch aufgeklärt werden. Fest installierte Navigationsgeräte und Airbags sind bei den Diebesbanden besonders beliebt. In der Antwort auf eine CDU-Anfrage erläuterte Jäger die Transportwege der Täter. So werden Hohlräume von Fahrzeugen wie Kotflügelinnenseiten oder der Motorraum als Verstecke genutzt. Andere Täter verschicken ihre Beute mittels Kurierdiensten im Postversand. Auch werden Fahrer von Busunternehmen angeworben, die die Navis in Reisetaschen oder Koffern Richtung Osteuropa transportieren.

In NRW betrug die Aufklärungsquote bei Diebstählen aus Autos im ersten Halbjahr 2014 knapp 9,5 Prozent. Die höchsten Aufklärungsquoten meldete der Kreise Minden-Lübbecke (53,6%). Im Ruhrgebiet sieht es deutlich schlechter aus: Bochum (5,3%), Dortmund (4,5%), Duisburg (5,9%), Essen (3,4%), Gelsenkirchen (12,6%), Oberhausen (10,4%), Recklinghausen (5,4%), Ennepe-Ruhr-Kreis (2,8%), Kreis Mettmann (10,2%).