Auswirkungen bei Unglück deutlich schlimmer

Die Ölfördergebiete auf hoher See liegen aus geologischen Gründen fast alle an den Küstenrändern der Kontinente. Mitten im Atlantik und in den endlosen Weiten des Pazifik gibt es, so Erdölexperte Hans-Georg Babies von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), nicht die notwendigen Sedimentschichten.

Die Wassertiefe sei für die Förderung dabei nicht der entscheidende Faktor, beeinflusst aber die Kosten. Vor Brasilien liegt das tiefste Ölvorkommen, das bereits ausgebeutet wird. Bei einer Wassertiefe bis zu 3000 Metern wird unter dem Meeresgrund noch einmal genauso tief gebohrt, insgesamt über sechs Kilometer. Für den BGR-Experten Babies ist die Umweltgefährdung bei Unfällen nicht abhängig von der Wassertiefe. Unbestritten ist, dass ausgetretenes Rohöl bei niedrigen Wassertemperaturen viel langsamer abgebaut wird.

Riesige Rohstoffvorkommen, darunter viel Erdöl, schlummern unter dem ewigen Eis der Antarktis. Im Gegensatz zum arktischen Meer rund um den Nordpol ist der sechste Kontinent durch Verträge aber völkerrechtlich dauerhaft vor allen Bergbauaktivitäten geschützt.

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