Außenminister in heiklen Fragen vage

Lübeck..  Die umfangreiche Abschlusserklärungen der Außenminister zum Ende des G7-Treffens in Lübeck umfasst stolze 29 Seiten. Doch da, wo es heikel wird, bleibt der Text der Abschlusserklärung eher dünn und vage. So heißt es beispielsweise zum Bürgerkrieg im Jemen: „Alles, was unternommen wird, sollte in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht geschehen.“

Das Problem bei diesem Treffen ist aber nicht mangelnde politische Einigkeit, sondern Ratlosigkeit angesichts der Fülle der Krisen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier rechnet nicht damit, dass Probleme wie der Ukraine-Konflikt, die Auseinandersetzung mit Terrormilizen wie IS und Boko Haram oder die verschiedenen arabischen Krisen bis zum Ende der deutschen G7-Präsidentschaft gelöst sind.

Vieles hat mit dem großen Abwesenden in Lübeck zu tun: Russland. Denn seit der Annexion der Krim ist Russland mit Sanktionen belegt, aus G8 wurde nach dem Ausschluss Moskaus G7.