Ausländerfeindliche Einstellungen weit verbreitet

Berlin..  Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland sind laut einer Leipziger Untersuchung in den Ost-Bundesländern und in Bayern am stärksten vertreten.

Demnach gibt es die höchste Zustimmung zu ausländerfeindlichen Aussagen in Sachsen-Anhalt (42 Prozent). Es folgen Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg, wo jeweils etwa 30 Prozent der Menschen derartige Thesen unterstützten. Aber auch in Sachsen und Schleswig-Holstein tut das jeder vierte Befragte, in ­Niedersachsen, Hessen und Berlin mehr als jeder Fünfte. Der Mittelwert der Zustimmungsrate liegt bei 24,3 Prozent. Das ist das Ergebnis einer regionalen Auswertung von Leipziger Forschern, die sich auf regelmäßige Studien der vergan­genen zwölf Jahre zu Einstellungen in der Gesellschaft bezieht.

Im Rahmen dieser Studie wurde seit dem Jahr 2002 untersucht, wie sehr Einstellungen wie Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Verharmlosung des Nationalsozialismus, Befürwortung einer Diktatur und Sozialdarwinismus verbreitet sind. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind teilweise groß. Ein klares Ost-West-Schema ist aber nur bei der Aus­länderfeindlichkeit erkennbar.