Ausländer fliehen aus dem Jemen

Genf..  Immer mehr Ausländer verlassen fluchtartig das Bürgerkriegsland Jemen – unter ihnen auch Deutsche. Mit dem zweiten Evakuierungsflug wurden 148 Bürger aus 13 Staaten von Sanaa aus in die sudanesische Hauptstadt Khartum gebracht, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch berichtete. Von Khartum aus könnten sie in ihre Heimatländer weiterreisen. Die IOM sei von insgesamt 38 Staaten gebeten worden, bei der Ausreise ihrer Bürger aus dem Jemen behilflich zu sein.

Das Auswärtige Amt (AA) bestätigte, dass sich noch rund 80 Deutsche im Jemen befinden, nachdem in den vergangenen Tagen „fast 70“ herausgeholt worden seien. „Zivilen Evakuierungsmöglichkeiten“ gebe man einen klaren Vorrang, sagte eine AA-Sprecherin in Berlin. „Nur dann, wenn wir sehen, dass das nicht funktioniert, würden wir in Erwägung ziehen, auf andere Maßnahmen zurückzugreifen.“ Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, man sei vom AA gebeten worden, mögliche Optionen zu planen.

Die Bundesregierung erwägt nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ , Deutsche aus dem Bürgerkriegsland auszufliegen, als letztes Mittel auch eine Evakuierung durch die Bundeswehr.