Ausgesperrt

Handball-WM, Deutschland weiter dabei, Viertelfinale jetzt, langsam will man doch ein wenig mitreden und sich im Glanz der Mannschaft sonnen. Nur wie? Die Chose läuft im Bezahlfernsehen. Die WM hätte man prima vernachlässigen können, wären die Deutschen nach der Vorrunde wieder auf dem Heimweg gewesen. Wie gesagt, wären. Damals in der Schule war Handball übrigens nicht beliebt. Es gab drei Jungen, die waren richtige Karten, Peter, Peter und Thomas. Spielten die drei in einer Mannschaft, brauchten sie keinen Torwart und eigentlich auch keine Mitspieler. Der Keeper auf der anderen Seite dagegen verharrte in einer Art Dauerdeckung hinter dem Pfosten und sehnte den Schlusspfiff herbei. Er bot ein jämmerliches Bild und auch für seine Kameraden auf dem Feld war jedes Spiel eine erniedrigende Zeit. Wer verliert gerne 49:2, zumal vor den Augen der Mädchen, die, statt in der Nachbarhalle Jazz zu tanzen, Peter, Peter und sogar den dicken Thomas anhimmelten. All das ist lange vorbei. Handball täte ganz bestimmt nicht mehr weh, könnte man’s denn sehen...