Aus und vorbei

Gestern also Rosenmontag. In der Redaktion wurden morgens zwei Teller mit Berliner Ballen hergerichtet, wobei sich Kollege K. beim Stapeln der Faschingskrapfen gewohnt ungeschickt anstellte und der zu oberst platzierte sogleich auf den Boden fiel. Gut nur, dass W. im Dienst war, der anstandslos alles verputzt – und sei es ein zerdrückter Berliner Ballen mit Teppichfusseln dran. In den ansonsten unverdächtigen Wattenscheider Vororten Höntrop und Sevinghausen gab es den üblichen Ärger um die Gänsereiter. Sicher, sie könnten sich dort einmal tatsächlich fragen, ob es noch zeitgemäß ist, einer toten Gans im Vorbeireiten den Kopf abreißen zu wollen. Andererseits haben kürzlich Millionen begierig Menschen im Dschungel dabei zugeschaut, wie sie in Maden baden oder Schafshoden verspeisen, und das ist doch irgendwie auch mindestens schräg, oder? Morgen ist Aschermittwoch. Kollege H., dies noch, wird seine Fastenzeit beginnen, Süßes gewiss links liegen lassen und wohl auch Schafshoden, aber das ist nicht mehr als eine Vermutung...