Aus dem Streifenwagen in die Rente
27.09.2007 | 18:25 Uhr 2007-09-27T18:25:11+0200Düsseldorf. Schlechte Arbeitsbedingungen, mieses Betriebsklima, kaum eine Karriere-Perspektive - so schildern viele Polizisten laut einer neuen Studie ihre berufliche Situation.
Auf fast 500 Seiten hat die "Aktion Wir", eine Vereinigung von Polizeibeamten in NRW, die sich durch die Gewerkschaften nicht ausreichend vertreten fühlen, die Missstände aufgelistet. Die Auswertung von über 800 Fragebögen von Polizisten ergab: In fast allen Bereichen hapert es gewaltig.
Betriebsklima: Während das Klima innerhalb der eigenen Dienststelle meist als gut beschrieben wird, so die Untersuchung, sei die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen eher von "Disharmonie" geprägt. "Neid, hervorgerufen durch Beurteilungen, Beförderungen sowie die Zuteilung von Arbeitsmitteln, spielt eine immer größere Rolle", heißt es da. Und: "Es herrscht eine Atmosphäre des allgegenwärtigen Misstrauens. Das Wir-Gefühl geht verloren, Einzelkämpfermentalität bestimmt den Alltag."
Ausstattung: Viele Beamte beklagen sich über den fehlenden Digitalfunk sowie über veraltete PC-Software und Hardware. Dazu kämen "schlechte bis marode Sanitäranlagen, schlechte Möblierung, Doppelbelegung von Büros".
Karriere: Die Chancen für eine berufliche Weiterentwicklung werden von den meisten Befragten sehr gering eingeschätzt. "Die Teilnahme an Fortbildungen wird von den Behörden oft aus wirtschaftlichen Gründen nicht ermöglicht", so die ernüchternde Bilanz. Eine "Pensionierung aus dem Streifenwagen heraus" werde inzwischen "als wahrscheinlichster Regelfall prognostiziert".
Vorgesetzte: Den oberen Dienstgraden stellen die Befragten ebenfalls kein gutes Zeugnis aus. Nicht wenige würden "den Interessenschwerpunkt lediglich auf die eigene Karriere richten und darüber sämtliche wesentlichen Inhalte, die eine Führungspersönlichkeit ausmachen, verdrängen". Gleichzeitig werde dem "Wach- und Wechseldienst ein zu geringes Maß an Wertschätzung entgegen gebracht", heißt es weiter. "Statistiken und Arbeitsergebnisse werden über die Mitarbeiter und deren persönliche Schicksale gestellt."
Politik: Auch der nordrhein-westfälische Innenminister als oberster Dienstherr kommt in der Befragung nicht gut weg. Er habe "durch sein Auftreten und Wirken einen fast vollkommenen Vertrauensverlust" in den Reihen der Polizei erlitten. Ein Polizist schrieb: "Bei den massiv verschlechterten Rahmenbedingungen ist es nicht verwunderlich, dass massenhaft die innere Kündigung zu beobachten ist."
Gewerkschaften: Ihre Arbeit wird häufig vernichtend beurteilt. So heißt es in der Auswertung der Fragebögen: "Gewerkschaftsarbeit wird als Selbstzweck empfunden und zur Förderung der eigenen Karriere missbraucht."

09:21
@ Volmespatz (#1)
Hagens Polizeipräsidentin Frau Steinhauer und ihr Stellvertreter Herr Busch sind keine Polizeibeamten.
Von daher : Thema verfehlt - Note sechs - hinsetzen !
20:32
Schicke Uniform und einen Streifenwagen.
Das muß doch wohl motivieren.
Mann kann nicht alles haben.
19:54
Ja so isses. Sie sind die Prügelknaben der Nation und jetzt auch keinen Rückhalt mehr bei eigenen Vorgesetzten.
Da tröstet auch kein sicherer Arbeitsplatz mehr.
19:34
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17:13
Die Devise von Beamten:
LERNE KLAGEN OHNE ZU LEIDEN!
16:45
Es müsste ein neues Gesetz geben, wo geregelt wir, auch Polizisten dürfen sich eine Arbeit in der freien Wirtschaft suchen. Es ist doch schön sich als Sanitärarbeiter zB für Gas Wasser ******* ausbilden zu lassen. Aber dann gibt es bestimmt auch etwas zu meckern.
Meckern würden dann aber die Kunden.
15:37
die uniform ist zwar eng,aber sie hält warm!in der freien wirtschaft hätten viele staatsdiener grössere probleme.
15:24
So schlecht kann das Betriebsklima bei der Polizei doch nicht sein. Die Hagener Polizeipräsidenten hat sogar ihren Stellvertreter lieben gelernt - sie heiraten.