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"Aufschrei" in Deutschland - hitzige Debatte über Sexismus

25.01.2013 | 16:00 Uhr
"Aufschrei" in Deutschland - hitzige Debatte über Sexismus
Bei Twitter läuft seit Donnerstag eine rege Debatte bei der besonders Frauen von sexuellen Belästigungen und Überbegriffen im Alltag berichten.

Essen.  Die Vorwürfe gegen FDP-Politiker Rainer Brüderle haben auch im Netz eine Debatte über Sexismus ausgelöst. Seit Donnerstagnachmittag wird das Thema bei Twitter unter dem Hashtag #aufschrei in tausenden Einträgen diskutiert. Viele Frauen berichten dabei von persönlichen Erfahrungen mit sexueller Belästigung im Alltag.

Frauen, die von Fremden im Restaurant einfach geküsst werden. Männer, die an der Bar betatscht werden: Bei Twitter läuft seit Donnerstag eine rege Debatte, in der besonders Frauen von sexuellen Belästigungen und Überbegriffen im Alltag berichten. Auslöser sind die Anschuldigungen einer Journalistin, der FDP-Politiker Rainer Brüderle habe sie bedrängt .

In einem Artikel im Magazin „Stern“ wirft die Redakteurin Laura Himmelreich dem FDP-Mann vor, sich bei einem Interview ihr gegenüber unangemessen geäußert zu haben. Zudem soll er ihr bei der Verabschiedung deutlich zu nahe gekommen sein. Die Twitter-Diskussion zeigt, dass sich das Thema Sexismus nicht auf das Feld der Politik beschränkt.

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Die Twitter-Nutzerin Anne Wizorek hatte vorgeschlagen, alltägliche Erfahrungen mit Sexismus unter dem Hashtag #aufschrei zu sammeln. Damit löste sie neue Tweets im Sekundentakt aus. Der Begriff #aufschrei war deutschlandweit bereits am Freitagmorgen der meistgenannte Begriff. Sogar weltweit erreichte der Begriff in den Trending Topics einen Platz unter den ersten zehn.

Frauen berichten von sexuellen Belästigungen – aber auch Männer

Es sind vor allem weibliche Nutzer, die von Erfahrungen mit sexueller Belästigung im Alltag berichten. Kati Kürsch schreibt von einem „fremden Mann, der mich im Restaurant auf die nackte Schulter küsste.“ Userin Caro Usel erinnert sich an einen „Taxifahrer, der meinte, dass er mich gratis fahren würde, wenn ich dafür was mit ihm trinken ginge.“

Auch Anne Wizorek berichtet von einem Erlebnis:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>der typ, der besoffen meine freundin an die wand drückte, so das ich mich zwischen sie schieben musste, um ihr zu helfen. <a href="https://twitter.com/search/%23aufschrei">#aufschrei</a></p>&mdash; anne wizorek (@marthadear) <a href="https://twitter.com/marthadear/status/294594696049725442">24. Januar 2013</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

In der Mehrzahl sind es Frauen, die ihre negativen Erfahrungen twittern, aber vereinzelt äußern sich auch Männer. Wie AeroSuke, der schreibt: „Auf Hochzeit von Gruppe Sekt trinkender Frauen ü40 als Barmann mit "Komm her Schokopralinsche" gerufen und betatscht werden.“ Und Thomas Arnold hält fest: „Sexismus ist kein AUSSCHLIESSLICH "von Männern" gemachtes Problem“.

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Kommentare
27.01.2013
20:04
Lösung
von Neronimus | #39

Vielleicht sollten die Religionsgemeinschaften sich überlegen nicht nur Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten zu betreiben und im Rundfunkrat...
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"Aufschrei" in Deutschland - hitzige Debatte über Sexismus
"Aufschrei" in Deutschland - hitzige Debatte über Sexismus
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http://www.derwesten.de/politik/aufschrei-in-deutschland-hitzige-debatte-ueber-sexismus-id7521342.html
2013-01-25 16:00
Sexismus,sexuelle Belästigung, Brüderle, Debatte, Diskussion, Twitter
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