Aufenthaltsrecht für Illegale gefordert

Düsseldorf..  NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) will den 500 000 illegal in Deutschland lebenden Ausländern mit einer Stichtagsregelung ein legales Aufenthaltsrecht ermöglichen. Schneider beklagte in der FAZ, dass diese Menschen in ständiger Angst lebten, aufgegriffen und abgeschoben zu werden. CDU-Innenexperte Theo Kruse warnte vor „falschen Anreizen für neue Flüchtlinge“. Wenn sich herumspreche, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis man in Deutschland ein Aufenthaltsrecht erhalte, führe dies zu einem weiteren Anstieg der Asylbewerberzahlen. Für 2015 rechnen Experten mit bis zu 500 000 neuen Flüchtlingen und Asylbewerbern in Deutschland. Minister Schneider begrüßte die Pläne des Bundes, Asylbewerbern und Geduldeten künftig bereits nach drei Monaten die Aufnahme einer Arbeit zu ermöglichen. Darüber hinaus sollten geduldete – also im Asylverfahren abgelehnte – Flüchtlinge eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten, die mindestens bis zum Ende der Ausbildungszeit reicht.