Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Politik

Auch Hollande will Griechenland noch keinen Aufschub gewähren

25.08.2012 | 15:18 Uhr

Der französische Präsident François Hollande hat dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras keine Lockerung der Sparauflagen für Athen zugesagt. Hollande erklärte nach einem Treffen mit Samaras am Samstag in Paris, vor seiner solchen Entscheidung müsse der Troika-Bericht der Experten von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank abgewartet werden.

Paris (dapd). Der französische Präsident François Hollande hat dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras keine Lockerung der Sparauflagen für Athen zugesagt. Hollande erklärte nach einem Treffen mit Samaras am Samstag in Paris, vor seiner solchen Entscheidung müsse der Troika-Bericht der Experten von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) abgewartet werden. Dieser wird auf einem EU-Gipfel im Oktober vorgestellt.

"Für mich sollte die Frage nicht mehr gestellt werden: Griechenland ist in der Eurozone", sagte Hollande nach dem Gespräch mit Samaras. Griechenland müsse die Glaubwürdigkeit seines Programms und die Bereitschaft der Regierung demonstrieren, alles zu tun. Das griechische Volk habe in den vergangenen zwei Jahren schmerzhafte Bemühungen unternommen, lobte der französische Staatspräsident.

Samaras verwies auf den anhaltenden Druck der Finanzmärkte auf sein Land. "Einige spekulieren gegen Griechenland", erklärte er. Sie glaubten, dass Griechenland nicht durchhalten werde und nicht in der Eurozone bleibe könne. "Ich bin heute hier, um zu sagen, dass es durchhalten wird, dass es in der Eurozone bleiben wird", sagte Samaras. "Ich glaube auch, dass wir unsere Verpflichtungen erfüllen können, unser Defizit zu reduzieren, unsere Schulden zu reduzieren und die begonnenen Strukturreformen umzusetzen."

Am Freitag hatte Samaras in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen. Auch sie hatte erklärt, vor einer Entscheidung müsse der Troika-Bericht abgewartet werden. Samaras will Zeit gewinnen, um die Reformen umzusetzen, die eine Bedingung für die Zahlungen aus dem Rettungspaket sind. Derzeit müssen die Reformen bis Mitte 2014 abgeschlossen sein.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7022431/create

Umfrage
Blitzer-Marathons sollen auf ganz Deutschland ausgedehnt werden . Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos
Prinz Harry in den USA
Bildgalerie
Prinz-Besuch
Trauer um Margaret Thatcher
Bildgalerie
Begräbnis
Japan bringt Raketen in Stellung
Bildgalerie
Korea-Konflikt
Nackt-Protest bei Putin-Besuch
Bildgalerie
Femen
Aus dem Ressort
Altmaier hat in einem Jahr als Umweltminister wenig bewirkt
Umweltminister
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat in seiner einjährigen Amtszeit viel über die Energiewende geredet, aber wenig bewirkt. Kaum jemand kann aber wie er die Rede als Tat darstellen. Altmaiers Hauptverdienst ist die Neuaufnahme der Suche für ein Atomendlager.
Neues Gesetz zur Atommüll-Endlagersuche auf der Kippe
Atommüll
Die Opposition fordert Nachbesserungen beim Endlagersuch-Gesetz und droht mit einer Blockade. Noch sind hoch brisante Fragen offen, beispielsweise bei der Bezahlnung. Fragen und Antworten zu dem Gesetz, das die Endlagersuche neu regeln soll.