Auch die psychische Stabilität wird geprüft

Wer im Lufthansa-Konzern Pilot werden will, muss sich vor der Flugausbildung einem mehrtägigen Einstellungstest stellen, in dem die Eignung für den Pilotenberuf festgestellt werden soll.

In dem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten Verfahren werden neben mathematischem und physikalisch-technischem Verständnis sowie fliegerischer Vorbildung auch Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit und Belastungsfähigkeit unter Stress geprüft. Werden diese Tests bestanden, folgen ausführliche Gespräche mit Spezialisten und Psychologen, wobei großer Wert auf die psychische Stabilität des Bewerbers gelegt wird. Nur rund fünf Prozent aller Bewerber bestehen den Test.

Daneben muss sich der Pilotenanwärter einer ausführlichen flugmedizinischen Untersuchung un­terziehen, die zunächst jährlich und ab dem 41. Lebensjahr halbjährlich erneuert werden muss. Allerdings wird nur bei der Erstuntersuchung mit zahlreichen Fragen und Tests intensiv die psychische Eignung des Flugschülers untersucht. Danach gibt es, unter Umständen bis zum Ende der Karriere, keine verpflichtenden medizinisch-psychologischen Test mehr, so der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg.