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Koalitionsverhandlungen

Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg

05.10.2009 | 20:26 Uhr
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg

Berlin. Während Union und FDP am Montag um eine gemeinsame Basis für die Regierungsarbeit verhandeln, starten die Atomgegner "Warmlaufen für den Widerstand". Sie joggen, radeln oder spazieren um den Verhandlungsort, weil sie mit dem angekündigten Rückzieher im Atom-Ausstieg nicht einverstanden sind.

Zum Start der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP hat die Anti-Atom-Bewegung am Montag mit Protesten gegen eine Aufkündigung des Atomausstiegs begonnen. Am ersten Verhandlungstag trafen sich Aktivisten unter dem Motto «Warmlaufen für den Widerstand», um nach Angaben der Veranstalter um den Verhandlungsort zu «joggen, radeln» oder «gemütlich» zu spazieren. Zu dieser Aktion hatten die Umweltorganisation BUND sowie die Anti-Atom-Aktivisten von Ausgestrahlt und Campact aufgerufen.

DUH weist auf Sicherheitsmängel hin

Die Initiative Ausgestrahlt will zudem eine «ständige Vertretung» in Berlin einrichten, um die gesamten Koalitionsverhandlungen mit Protesten zu begleiten. Unter anderem solle während dieser Zeit das «längste Anti-Atom-Transparent der Welt» gestaltet werden. Auch die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg erklärte am Montag, es drohe ein «Dauerkonflikt um die Atomkraft und Gorleben», wenn FDP und Union einen atomfreundlicheren Kurs einschlagen sollten.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisierte am Montag mögliche Laufzeitverlängerungen scharf und wies auf Sicherheitsmängel hin, die bei acht deutschen Reaktoren im Kühlungssystem bestünden. Der Nachweis einer Störfallbeherrschung fehle, kritisierte Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der DUH. «Wir fordern die sofortige Stilllegung aller Reaktoren, bei denen ein Leck in einer Kühlmittelleitung zur Katastrophe führen kann», sagte Baake. Die schwarz-gelbe Koalition strebe zwar offiziell eine Verlängerung nur für Atomkraftwerke an, über deren Sicherheit keine Zweifel bestünden. Anhand «aktueller Sicherheitsprobleme, wie etwa dem nicht vorhandenen Schutz von sieben Altanlagen gegenüber terroristischen Angiffen aus der Luft», werde sich allerdings zeigen, «wie viel diese Versprechungen wert sind», sagte Baake.

Driftmann begrüßt längere Atomkraftnutzung

Begrüßt wird die längere Nutzung von Atomkraftwerken vom Präsidenten des Industrie- und Handelskammertags, Hans Heinrich Driftmann. Diese sei «wirtschafts- und klimapolitisch richtig», sagte Driftmann der «Neuen Osnabrücker Zeitung» vom Montag. Durch die längeren Laufzeiten entstünden Zusatzerlöse für die Stromkonzerne. «Am besten wäre es, die Mehreinnahmen würden den Stromkunden direkt über Preissenkungen zugute kommen», forderte Driftmann. (afp)

DerWesten

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Kommentare
06.10.2009
09:19
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von ein ende der strahlung | #26

Ich bin für die Laufzeitverlängerung von AKW´s wenn folgende Kriterien zu 100 % umgesetzt werden.

1. Einführung einer Brennelementesteuer

2. Nachrüstung aller Kernkraftwerke auf den neusten Stand der Technik.

3. Abschluß einer Haftpflichtversicherung, die die zu erwartenden Schäden eines Gau´s zu
100 % abdeckt.

4. Übernahme aller Kosten für den ab heute produzierten Atommüll, bis zu dem Zeitpunkt wo die Strahlung ungefährlich ist.

Jede Verwässerung der Vorschläge ist eine verdeckte Subvention zu gunsten der Atomkraft.



4.

06.10.2009
07:35
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von 840 | #25

#dr einstein, Irrtum,die Bergwerke wurden nicht geschlossen wegen dem billigen Atomstrom,die wurden geschlossen,weil zu dem Zeitpunkt Ausländische Kohle ,vorwiegend aus China ,Südafrika und Südamerika so billig war,das es für unsere Industrie sich nicht lohnte unsere Kohle ,trotz Montanvertrag ,zu kaufen.
Gerade die so genannte Fraktion der Mittelstandler hat dafür gesorgt mit Hilfe der Opposition,
die Kohlesubvention ,massiv zu kurzen !,In Deutschland sägt man sich gerne den Ast ab auf dem man sitzt.

06.10.2009
02:39
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von dr.einstein | #24

Ich denke, da muss man doch mal ein paar Dinge klarstellen:
1. Es geht nicht um das sofortige Abschalten aller Atomkraftwerke. Davon war nie die Rede.
2. Wenn Atomkraft billig wäre, hätten wir nmicht diese horrenden Stromrechnungen. Was evtl durch Atomkraft eingespart wird, geht direkt an die Aktionäre der Stromkonzerne.
3. Natürlich nützt das Abschalten der deutschen Atomkraftwerke noch nicht viel, solange umliegende Länder ihre weiterlaufen lassen. Es wäre nur der Anfang. Wenn Deutschland vorangeht und zeigt, dass es geht, werden andere folgen. Es ist durchaus nicht so, dass die Menschen in anderen Ländern die Atomkraft nicht auch kritisch sehen würden.
4. Auch nach dem Abschalten der AKWs ist das Problem der Endlagerung nicht gelöst. Hier muss dringend etwas geschehen und vor allem auch dafür gesorgt werden, dass die, die noch an Atomkraft verdienen, an den Kosten beteiligt werden.
5. Die Argumentation mit den Arbeitsplätzen ist absurd. Jede andere Energieerzeugung schafft ebenfalls Arbeitsplätze oder macht sich der Strom vielleicht von allein?

@840
Die Bergwerke wurden nicht aus Umweltschutzgründen geschlossen, sondern weil z.B. der Atomstrom mehr Rendite versprach und man auch günstigeren Strom, Stahl etc aus dem Ausland beziehen konnte. Insofern ist Ihre Argumentation absurd.

05.10.2009
20:42
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von wahlmüde | #23

@eGal1

Du möchtest Quellenangaben haben, dann siehe unter diesen Link

http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml

Wenn du dann noch auf Informationen oder Quellen gehst, wirst du erleben wie viele seriöse Veröffentlichungen es gibt, z.B
Bundesamt für Strahlenschutz, FAZ, Handelsblatt, Bundesministerium für Umwelt usw,

05.10.2009
20:33
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von 840 | #22

Klar, Werkverträge mit Fremdfirmen ..... Klasse, arbeit bis 2014 !Prima. Aber nur für ein Bruchteil der ehemals Beschäftigten. Was ist mit dem Rest?
Ein Beispiel :AKW Lubmin ,oder besser bekannt als Kraftwerk Greifswald. !995/96 runtergefahren ,bzw. Abgestellt. Von ehemals 10 000 Beschäftigten heute 1000 mit dem Rückbau beschäftigt ! Prima,für die 1000 arbeit bis 2012 !
Vorgesehener Termin . Aber ,was ist mit restlichen
9000 Arbeitern? Zwischenzeitlich an Verstrahlung gestoben ? Nee die erfreuen sich bester Gesundheit und leben von den Westlichen Errungenschaften wie Hartz4 ,weil es absolut keine andere Arbeit vor Ort gibt. Viele sind abgewandert in den Westen,aber haben sie arbeit? Als was ? Soviele Jobs gibt es nicht als Kraftwerker. Oder Anhaltinische Braunkohle ,auch so ein Beispiel ,das erste was der Wessi gemacht hat die Dinger zugemacht,wegen Umwelttechnischen Gründen. Die Wahrheit: Zugemacht wegen Konkurenz zu den westlichen
Kohlekraftwerken. Wieviel Arbeitslose ? Keine ? Falsch ,eine ganze Generation,bis auf die Rentner und Kranken, ist abgewandert um ihr Glück im Westen zu machen, weil es in ihrem Ort, wo sie geboren wurden ,später einen Job hatten und dann arbeitslos wurden. Die Folge :
Man lebt dort in sauberer Umwelt,aber nur die Alten und Kranken die keine Chance mehr auf irgendeine Lohnende Arbeit haben. Wer will den schon in einer unter Naturschutz gestellten Natur Geld investieren um Arbeitsplätze zu schaffen. Alles im Namen des Naturschutzes . Die Schweden ,Vorreiter der AKW losen Energieerzeugeung ,haben erkannt ,das es ohne nicht geht. Die Folge: Sie bauen neue AKW mit neuester Technik. Komisch,da geht es .Mit dem Segen der Grünen. Nur wir kleinen Deutschen,die immer wieder versuchen der Welt beizubringen,wie man das Rad erfindet. erkennen nicht, das alle Staaten um uns herum nur darauf warten uns das Fell über die Ohren zu ziehen,in dem Sie uns die Energie teuer verkaufen können die wir nicht erzeugen. Da ist es egal ob diese aus AFW,Kohle oder Öl kommt. Das einzige was zählt ,hauptsache teuer. Wir sind ja so doof .

05.10.2009
19:49
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von mühlheim Kärlich ohne AKW | #21

Abschalten und nach Hause gehen geht nicht beim AKW.

05.10.2009
19:48
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von mühlheim Kärlich ohne AKW | #20

Ein Großteil der Arbeitsplätze sind befristete Arbeitsplätze durch Werkverträge mit Fremdfirmen. Sie bleiben aber mindestens noch 20 Jahre erhalten. Mühlheim-Kärlich wurde 1987/88 abgeschaltet. Der Rückbau hat 2004 begonnen und dauert mindestens bis 2014. Zeit genug um neue Arbeitsplätze zu schaffen.

05.10.2009
19:41
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von keineahnungvonsolar | #19

@18

BUAHHHHHH

05.10.2009
19:12
Atomgegner protestieren gegen Ausstieg vom Ausstieg
von 840 | #18

Ja Ja die grünen Dummschwätzer . Anscheinend ist diesen Menschen überhaupt nicht bekannt was passiert,,wenn Fa. wie E-On,RWE, Vattenfall ,NBW ihre Kraftwerke abstellen. Hier wird nicht weiter gedacht. Wenn diese Fa. die hälfte ihrer Kraftwerke abstellen,was ist mit den dadurch vernichteten Arbeitsplätzen. Nicht nur die Arbeitsplätze,auch alle, die indirekt von diesen Arbeitsplätzen leben. Die Zulieferindustrie ,der Bäcker,der Metzger die Supermärkte ,alle sind davon betroffen. Leider haben wir nicht das Glück im Öl zu schwimmen wie div. Golfstaaten .daher sind wir darauf angewiesen,das wir mit dem bisschen Energie welche wir erzeugen auch leben können. Die Windkraftwerke, Solarstrom und erneuerbarer Energien müssen erst einmal beweisen,das diese so Leistungsfähig sind wie behauptet wird.Die Menschen haben anscheinend aus der Vergangenheit nichts gelernt,als man die Bergwerke geschlossen hat oder die Stahlwerke !Erzählt doch einmal einem Kumpel oder Stahlarbeiter der zu gunsten der Chinesen seinen Job verloren hat ,das er auf jeden Fall mit seinem verlorenen Job die Umwelt ein wenig gerettet hat. Der wegen Hartz4 sein mühselig erarbeitetes Häuschen verscherbeln musste,weil er es ursprünglich für seine Altersvorsorge erarbeitet hatte. Aber alles für eine saubere CO/2 freie Umwelt.Klasse,das hat für mich etwas menschenverachtendes. Was nützt eine saubere Umwelt,wenn keiner mehr in der Lage ist daraus nutzen zu ziehen,weil er gar nicht mehr in der Lage ist CO2 freie Energie zu beziehen weil im das Geld dafür fehlt.Am ende kommt es so das wir keine Bäume mehr haben werden weil diese dann als Brennholz herhalten müssen um nicht zu frieren wenns kalt wird.
.

05.10.2009
18:55
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von Initiative_gegen_psychos | #17

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