Athen will beim Euro bleiben

Nikosia..  Der neue griechische Regierungschef Alexis Tsipras wirbt bei den Europartnern für den radikalen Kurswechsel Athens. Einen Euroaustritt will er nicht, aber auch nicht mehr die Troika-Sparkontrolleure, wie er bei seiner ersten Station am Montag auf Zypern bekräftigte. Es folgen in den nächsten Tagen Rom, Paris und Brüssel. Berlin ist derzeit nicht eingeplant. Besonders wichtig ist der Antrittsbesuch Tsipras’ bei EU-Kommissionschef Juncker.

Das Bundesfinanzministerium betonte, Kontrollen wie von der Troika seien etwa im Vertrag zum Schutzschirm ESM verankert. Dies sei nicht einseitig zu ändern, erläuterte eine Sprecherin. Berlin pocht wie Brüssel auf die Einhaltung bisheriger Vereinbarungen. Als Basis für die Gespräche in Brüssel sieht die EU-Kommission die Erklärung von Tsipras, wonach eine neue Abmachung die bisherigen Schuldenverpflichtungen des Krisenlandes gegenüber der EZB und dem IWF nicht infrage stellen werde.