Athen schlägt Alarm wegen drohender Zahlungsunfähigkeit

Alle Kassen geplündert? Ministerpräsident Alexis Tsipras (r.) und Finanzminister Yannis Varoufakis.
Alle Kassen geplündert? Ministerpräsident Alexis Tsipras (r.) und Finanzminister Yannis Varoufakis.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Nach eigenen Angaben hat die griechische Regierung schon alle Kassen geplündert, die sie hat. Appell an die Geldgeber, ihre Hilfen auszuzahlen.

Athen.. Die griechische Regierung schlägt Alarm: Sollten nicht bald Finanzhilfen der internationalen Geldgeber fließen, werde das Land seine Verpflichtungen ihnen gegenüber nicht erfüllen können. Die Regierung habe "auf allen Ebenen der Eurozone und auch dem IWF (Internationaler Währungsfonds)" klar gemacht, dass Griechenland "seine Schulden nicht mehr ausschließlich aus eigenen Quellen werde zahlen können", hieß es am Freitag aus Kreisen, die Ministerpräsident Alexis Tsipras nahe stehen.

Griechenland Athen habe seit Mitte 2014 keine Finanzhilfen mehr erhalten. Seither komme es seinen Verpflichtungen nach, indem es die Einlagen unter anderem von Rentenkassen und staatlichen Institutionen "plündert". Doch mittlerweile seien auch diese Kassen leer, sagten die Regierungskreise der Deutschen Presse-Agentur.

Wie die dpa weiter erfuhr, wurde das Problem bereits mit den Geldgebern ausführlich besprochen. Athen sei sich sicher, dass die laufenden Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden und das Problem damit gelöst wird.

Der stellvertretende griechische Außenminister für Wirtschaftsbeziehungen, Euklides Tsakalotos, hatte zuvor von einem Bruch mit den Geldgebern gesprochen, sollten die laufenden Verhandlungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden. (dpa)