Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Politik

Arbeitgeberpräsident Hundt gegen Abschaffung des Sitzenbleibens

20.02.2013 | 06:00 Uhr
Foto: /ddp images / dapd/dapd

Die Pläne zur Abschaffung des Sitzenbleibens in der Schule stoßen bei Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt auf deutliche Ablehnung. "Leistung muss sich lohnen, Leistungsverweigerung darf nicht belohnt werden", sagte er der "Passauer Neuen Presse" . "Es ist nicht richtig, das Sitzenbleiben abzuschaffen", betonte Hundt. Wer den Anforderungen nicht gewachsen sei, müsse eben ein Jahr wiederholen.

Passau (dapd). Die Pläne zur Abschaffung des Sitzenbleibens in der Schule stoßen bei Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt auf deutliche Ablehnung. "Leistung muss sich lohnen, Leistungsverweigerung darf nicht belohnt werden", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

"Es ist nicht richtig, das Sitzenbleiben abzuschaffen", betonte Hundt. Wer den Anforderungen nicht gewachsen sei, müsse eben ein Jahr wiederholen. "Das hat auch disziplinierende Wirkung", sagte er. Die neue rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen gehe mit ihrem Vorstoß zur Abschaffung der Maßnahme einen falschen Weg.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
20.02.2013
13:14
Arbeitgeberpräsident Hundt gegen Abschaffung des Sitzenbleibens
von Paaskebroe | #2

Ah ja,.. da scheinen ein paar entblößende Äußerungen dem Graalshüter der deutschen Wirtschaft heraus gerutscht zu sein. Sitzenbleiben soll also als diszplinierende Strafmaßnahme für renitente Leistungsverweigerer dem deutschen Schulkörper als Schmiede für den Arbeitsmarkt erhalten bleiben? Kann mich gar nicht entscheiden, welche der dieser Äußerungen zugrunde liegenden Einstellungen verquerer anmuten bzw offenbar eher Geist einer dunkelschwarzen Pädagogik entstammen. Die Schule als Ort und Hort von Disziplinierung und Sanktionierung, oder aber die Meinung, Schüler , die aus welchen Gründen auch immer das sogenannte Klassenziel nicht erreichen, wären als Verweigerer, quasi vorsätzliche Beschulungsboycottierer zu outen. So würde aus den gescholtenen Zurückgelassenen auch noch Beschuldigte am System . Diese Sicht auf die Pädagogik wähnte ich schon allerlängst überwunden - scheint dann leider doch nicht in allen Bereichen der Gesellschaft überwunden -oder doch nur Imagepflege, Hr.H?

20.02.2013
07:45
Arbeitgeberpräsident Hundt gegen Abschaffung des Sitzenbleibens
von tigger8993 | #1

Sollte die Aussage von Hern Hundt so gewesen sein, so würde er unterstellen, dass all diejenigen, die nicht versetzt werden, Leistungsverweigerer sind. Das wäre eine Einstellung und Bewertung, die nicht unbedingt die geistige Reife des Arbeitgeberpräsidenten, untermauern würde. Ob das Sitzenbleiben abgeschafft werden sollte, sei einmal dahingestellt. Wären die Klassen deutlich 33-35 Schüler, brauchte man sich weniger Gedanken um Nachhilfe u.ä. zu machen, da die Lehrer dann auch ihrem pädagogischen und fachlichen Auftrag nachkommen könnten. Lieber Herr Hundt, sollten Sie den Satz so gesagt und gemeint haben, wäre das deutlich "zu kurz gesprungen" und ich müsste den Satz zitieren:" Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die F......halten." Außer Leistungsverweigerern (hier muss im Sinne des Wortes von Vorsatz ausgegangen werden) mag es möglicherweise auch andere Faktoren geben, die zum Sitzenbleiben führen, ein Abnehmen von Scheuklappen könnte die Sichtweise deutlich erhöhen ;-)

Umfrage
Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?

Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?

 
Aus dem Ressort
VdK will in Karlsruhe bessere Pflege einklagen
Soziales
Einen ungewöhnlichen Weg geht der Sozialverband VdK, um die Zustände in der Pflege zu verbessern: Er will per Klage in Karlsruhe Mindeststandards festlegen lassen. Ob der angekündigte Vorstoß Erfolg haben wird, ist aber umstritten.
Regierung blockiert Rüstungsausfuhren nach Russland
Export-Stopp
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat das Bundeswirtschaftsministerium beschlossen, ein Rüstungsausfuhrverbot nach Russland zu verhängen. Betroffen seien aber keine Kriegswaffen, sondern nicht näher bestimmte Rüstungsgüter. Vorangegangen war eine Anfrage der Grünen.
Israel setzt Friedensverhandlungen mit Palästinensern aus
Nahost
Israel reagiert auf die Bemühungen der palästinensischen Fatah um eine Aussöhnung mit der Hamas - und setzt die Friedensgespräche aus. Dies beschloss das Sicherheitskabinett unter Leitung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag. Eine Annäherung beider Seiten ist nicht in Sicht.
Russland reagiert mit Militärmanöver auf Gewalt in Ukraine
Ukraine
Als Reaktion auf den ukrainischen Militäreinsatz im Osten des Landes hat Russland am Donnerstag neue Militärmanöver an der Grenze zur Ukraine angeordnet. Die Übungen in den Grenzregionen unter Beteiligung der Bataillone aus den "südlichen und westlichen Militärbezirken" hätten bereits begonnen.
EU setzt auf mehr Jugendaustausch - Neuordnung der Programme
"Erasmus+"
Hunderttausende junge Leute profitierten schon von den Austauschprogrammen der EU. Nun gibt es einen neuen Ansatz - und es fließt mehr Geld. Das Bundesbildungsministerium geht davon aus, dass in Deutschland bis 2020 Über 500.000 junge Menschen von "Erasmus+" profitieren werden.